BERU
East-Enduro-Challenge 2011
(Bericht Bernd, Fotos Carsten, Bernd)
Nach dem Aufruf von Carsten aus dem Vorjahr und um sein nimmermüdes Werben für das Rennen zu honorieren fanden sich im Jahre 2011 zur mittlerweile 18. BEEC doch immerhin 8 Enduro-Greise in schönen Neuhaus-Schierschnitz ein. Die ersten 6 in der Seniorenklasse (fahren 2 Runden), Milliman und Schnorry ebenso jung wie ambitioniert in Klasse E2 mit 3 Runden.
· Carsten (als treibende Kraft) auf der aufgebohrten 250er Lunftpumpe
· Ge-Günnie auf „mobiler Tradition“
· Rollo auf der 450er EXC
· Bernd auf der 520er EXC mit BEEC-bewährtem Doppelkrümmer
· Jörg R. auf neuer 350 EXC-F
· Arco ebenfalls auf neuer 350 EXC-F
· Milliman Jochen auf seiner ehemaligen, nun EEG-Pool 525er EXC
· Schnorry auf 390er Husaflach
Während Carsten nebst Gemahlin sowie Schnorry und Jochen in weichen Pensionsbetten nächtigten, schlug der Rest der wackeren Greise die Zelte im Fahrerlager II auf. Carsten hatte dank frühzeitiger Anreise eine Parzelle reserviert und auch einen EEG-Pavillon aufgebaut. Wie sich später herausstellte, strategisch günstig neben den beiden Dixi-Kloos des Fahrerlagers.

Um bereits im Vorfeld Argumente für ein eventuell schlechtes Abschneiden zu Protokoll gegeben zu haben beklagte sich Carsten über eine Magenverstimmung und damit verbundenen häufigen Drang in die blaue Box (Anmerkung der Redaktion: Übereinstimmungen mit der Farbe seines Fahrzeuges sind rein zufällig).
Die technische Abnahme verlief – im Vergleich zu früheren Veranstaltungen - eher unspektakulär. Wichtig war dem Kommissar nur ein funktionsfähiges Licht und das die Startnummernaufkleber in der einheitlichen Größe und damit entsprechend teuer (eine Ziffer 50 Cent) beim Veranstalter eingekauft wurden. Andere, früher beachtete Parameter wie Lautstärke und Radlager spielen offenbar keine Rolle mehr.
Der Freitagabend wurde gemütlich bei einem Rennbierchen abgeschlossen.
Erst im Bierzelt
Und dann noch ein Absacker im EEG-Zelt:
Samstag der Renntag:
Während die E2-Fahrer schon ab 07:00 Uhr auf die Stecke gingen:
Schnorry & Jochen
konnten sich die Senioren noch einmal umdrehen und gemütlich frühstücken. Bis auf Carsten wegen seiner Verdauungsprobleme.

Dann wurden die Mopeds aus dem Parc Fermé zur Startrampe geschoben. In den Gesichtern der Gladiatoren spiegelt sich noch frohe Zuversicht wieder:
Carsten & Bernd (zu schnell für die Kamera)
Günnie & Rollo
Jörg & Arco
In 4er bis 5er Startreihen wurde das Rennen begonnen:
Bernd & Carsten
Start frei!
Anmerkung: die 5 Jahre alte Batterie der 10 Jahre alten 520er reißt einen kalten Motor nicht mehr nachhaltig durch, springt aber auf den ersten Tritt an.
und schon läuft sie …
Günnie geht ins Rennen
Rollo noch hochkonzentriert
Arco on tour
Die Strecke führte wie immer durch den Wald um Fahrerlager I herum, mit einer kurzen steilen Abfahrt ca. 200m nach dem Start. Bereits hier versenkten einige übermotivierte Teilnehmer sich und ihre Mopeds im nicht gerade frisch duftenden Abwassergraben, welcher sich dem Ende der ersten Abfahrt im 90° Winkel entgegenstellte. Merke: Geschwindigkeit ist nicht immer entscheidend.
Die Strecke war – im Vergleich zum Vorjahr – sehr trocken und so stellte auch die anschließende große Wiese niemanden vor ernste Herausforderungen. Weiter ging‘s am Wald entlang zum sog. „Schwimmbad“ (ohne Wasser). Wie bei der BEEC Nr. 17: lange steile Treppe runter, im Betonbecken drehen und eine andere kurze steile Treppe wieder hoch. Hier erneut der erste Stau, weil ein paar der Fahrer unbedingt ihre Maschine auf die Betonstufen werfen mussten. Die diversen abgebrochenen Hebeleien am Boden bezeugten das Drama ….
Danach am Waldrand und durch recht abwechslungsreiches Gelände zur ersten gezeiteten Sonderprüfung, einem Rundkurs auf großer Wiese mit vielen schnellen Anliegern und ein paar kleinen Auf- und Abfahrten am Rand. Da waren alle Fahrer noch sauber, wie Günnie nachfolgend demonstriert:

Kurz darauf folgte die erste nennenswerte Schlüsselstelle: eine ebenfalls aus den Vorjahren bekannte bodenlose Schlammwiese. Hier erneut Günnie (intelligenter Weise) gleich an der Umfahrung:

Der Autor – angesichts neuer Metzeler Sixdays-Bereifung und ungedrosselter 520er-Leistung entsprechend hovh motiviert – versuchte die Kolonne am She’s-Way durch entsprechende Beschleunigung mitten durch die Wiese zu überholen. Der Versuch scheiterte nach wenigen Metern, als der heimtückische Boden die EXC samt Autor bis auf Höhe des Tanks in sich aufsaugt. Nur durch die tatkräftige Mithilfe einiger Zuschauer konnten Fahrer und Moped geborgen werden, auf der Strecke bzw. im Schlamm blieben ca. 15 Minuten wertvolle Zeit und die Kondition. Nachfolgend der etwas angeschmutzte Autor nun auch an der intelligenteren Spur.

Anschließend folgende Streckenabschnitte dienten eher der Erholung, insgesamt waren – im Vergleich zu den Vorjahren – deutlich mehr asphaltierte Abschnitte zu befahren. Wo früher die Strecke noch über abgeerntete Felder führte, waren es nun die befestigten Wirtschaftswege direkt daneben. Aufgelockert durch Single-Trails zwischen Bäumen und immer wieder mal eine Auf- und Abfahrt ging es in Zeitprüfung II, das Trainingsgelände des MC Isolator namens „Biene“.


Rollo treppab … und Arco treppauf (man beachte die Körperbeherrschung)
Arco im Steinfeld
Insgesamt ließen sich alle Hindernisse in der Sonderprüfung mit ein wenig Enduro-Erfahrung und Zug am Gas schmerzfrei überwinden.
Nach zwei Runden wurden die Senioren abgewunken, auf freiwilliger Basis hätte man noch weiterfahren können aber genug ist genug. Nach und nach liefen die Heroen wieder im Fahrerlager ein wo Carstens bessere Hälfte und Jochens Sohn mit kleinen Erfrischungen aufwarteten. Die Gesichter sind gezeichnet von den Anstrengungen:

Hier kommt Günnie aus der Wertung zurück, er hatte anfangs viel Zeit mit Elektrik-Problemen (gelöster Batterie-Anschluss) am Geh-Stuhl verloren und später diverse Einladungen seitens der zahlreichen Zuschauer zu Bier und Brotzeit nicht abschlagen können. Trotz seiner nicht unerheblichen Verspätung war er der letzte Teilnehmer in Wertung. Das Geheimnis seines Erfolges und der nicht enden wollenden Kondition zeigte sich nach dem Ablegen der Oberbekleidung:
Anmerkung der Redaktion: entsprechend kunstvoll gestützte Bauchmuskeln
verteilen ihre Kraft über den ganzen Körper.

Während die Helden der EEG schon entspannt das After-Race-Bierchen genossen, kamen zahlreiche Zuschauer zur Bewunderung der eingesetzten Fahrzeuge, die ungeachtet des teilweise stolzen Alters ihre Fahrer zuverlässig ins Ziel getragen haben.
Ein stiller Bewunderer …
(oder greift er sich aus anderen Gründen an den Kopf?)
Links: EXC 450 Modell 2006 (Rollo), Mitte EXC 520 Modell 2001 (Bernd), Links „Mobile Tradition“ (Günnie, unbestätigten Gerüchten zufolge dem BMW-Museum entliehen)
Schnorry hatte seine Schutzkleidung auch schon komplett abgelegt, ob vor oder
nach dem Ende des Rennens konnte im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden.

Resultate der EEG bei der 18. BERU
East-Enduro-Challenge 2011:
Alle Fahrer in Wertung, trotz Verdauungsproblemen und technischer Kalamitäten
an gewissen Museumsfahrzeugen :)
Ergebnisse Senioren (Kl. 11)
Statistik:
159 Starter
121 ( 76.10%) im Ziel
38 ( 23.90%) ausgeschieden/nicht gewertet
Rang 31: Jörg R.
Rang 40: Carsten
Rang 50: Arco
Rang 103: Rollo
Rang 115: Bernd
Rang 117: Günnie
Klasse E2
Statistik:
98 Starter
63 ( 64.29%) im Ziel
35 ( 35.71%) ausgeschieden/nicht gewertet
Rang 40: Schnorry
Rang 51: Milliman
Nachträgliche Stimmen aus dem Kreis der Unbeteiligten :
P.S.:
Zur Beru: "Technische Kalamitäten an Museumsfahrzeugen........." Ich
darf darauf hinweisen, dass das wohl gemeinte Elektrikproblem ein höchst
fahrzeugunspezifisches war. Strom geht eben nun mal nicht durch Luft. Zumindest
unterhalb einer Mindestfeldstärke von einigen kiloVolt/mm.
Da sieht man gut , dass bei den Alten mehr ankommen (76.10 %) als bei den Jungen ( 64.29%) :-)