Camburg – Renn-Wochenende 2010
(Text "frugi" Fotos EEG-Pool)

 3. Lauf zur EEG - Meisterschaft

 Nach der letztjährig doch recht kurzfristigen Absage des Stoppelcrosses wegen der fehlenden Genehmigung, war die Spannung doch recht groß. Zum einen, ob der Event wirklich stattfinden würde, zum anderen wie denn dann die genehmigte Strecke aussehen wird. Wie auch immer, die Jungs vom MCC Camburg haben es geschafft, die Veranstaltung ist genehmigt und findet statt.  

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Angereist sind 8 EEG-Member:

-          Filzstift:  frisch genesen von seinem Rippenbruch ( beim Rollerblade fahren – man sollte sich halt altersgerecht verhalten ! ) . Liegt auf Platz 12 in der Meisterschaft, hat aber große Dinge vor und will allen mal zeigen wie man ganz ohne Training und ohne

Fahrzeugwartung ganz weit vorne mitfahren kann.

-          Husa-Anderl:  voll gestresst vom neuen Job ( hat seine Holde mitgebracht um sich und die EEG-Member mit Kuchen und sonstigen Köstlichkeiten zu verwöhnen ) Liegt auf Platz 3 der Meisterschaft, macht aber nach der Streckenbesichtigung nicht den Eindruck, als wollte er heute ganz groß angreifen.

-          Drosseljörg: auf Kurzbesuch ( sonst in China ), verwöhnt uns mit seiner 68er Powerfrisur Modell Rainer Langhans. In der Meisterschaft ist er bisher noch nicht platziert, will aber heute richtig die Sau raus lassen und am Abend die Uschi Obermaier klarmachen.

-          Roady Bernd: ausnahmsweise voll bekleidet ( sonst nur Slip ), hat Reifen mit großen Stollen aufgezogen um heute seinen 4. Platz in der Meisterschaft zu verteidigen oder gar zu verbessern. Wirkt ein wenig verspannt, na vielleicht liegts an der ungewöhnlichen Kleidung.

-          O-Thomas :  momentan der Führende in der Meisterschaft, will heute alles klar machen. Zur Entspannung hat auch er seine Partnerin mitgebracht.

-          DrPeter:  zur Zeit nur auf Platz 8, rechnet aber noch mit dem Titel ( wenn es sehr gut läuft, sonst halt auch 2. oder so ). Wie immer extrem motiviert, Puls im Fahrerlager schon bei 160 steigend. Alle Streckenposten sind schon informiert, den Mann nicht so ernst zu nehmen. ( Hinterher hat sich auch nur ein Streckenposten beschwert, dass der DRPeter ihn angeschrien hat )

-          HeideRaider: stellt fest, dass dies die richtige Strecke für seine Kleine ist ( er meint sein Motorrad ). Will es den Hubraumfetischisten heute mal so richtig zeigen.

-          Frugi ( der Verfasser dieses Berichtes ), aktuell glorreicher Inhaber des letzten Platzes, kann ich mich nicht so richtig für das Rennen motivieren, da eine gute Platzierung dieses Jahr kaum mehr drin ist. Das Alteisen habe ich in einer Woche Schraubarbeit für das Wochenende „ready to race“ gemacht. Sogar der neu aufgebaute Motor ist drin. Da kann ja nix mehr schiefgehen.

-          Pfleger ( ja ja das ist der neunte). Hat genannt und bezahlt, ist aber nicht gekommen. Hat sich wohl doch nicht getraut. Aber der MCC Camburg bedankt sich für die Spende.

Die Abnahme technisch wie Papier ist wie immer freundlich und professionell. Auch sonst gibt’s über die Rennorga nichts zu meckern, großes Lob zum MCC Camburg.

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 Der Start erfolgt in 4 Gruppen. Vorne weg die 2-Takter, dann die 4-Takter, dann Senioren 1 und zu guter Letzt Senioren 2 ( ab 43 Jahren). Die EEG´ler starten alle in der letzten Startgruppe um so gleiche Bedingungen für die Meisterschaftsfahrer zu schaffen. Vom Start weg liefern sich O-Thomas, DrPeter und HeideRaider ein verbissenes Rennen. O-Thomas kann sich im Lauf des Rennen um 2 Minuten von den beiden absetzen und gewinnt das Rennen. DrPeter und HeideRaider kämpfen bis zum Schluss um jeden Zentimeter. Erst in der vorletzten Runde hat HeideRaider ein defektes Radlager, so dass es lt. eigener Aussage so viel an Leistung verliert, dass er DrPeter nicht mehr halten kann. ( Ich sag jetzt nix zum fehlenden Hubraum ).

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Ich starte in aller Ruhe dem Pulk hinterher. Die ersten beiden Runden laufen ganz gut, aber ab der dritten Runde wird die Vorderbremse immer schlechter, der Motor schießt wie ein Maschinengewehr und geht beim Bergabfahren aus. In Runde 6 fällt die Vorderbremse völlig aus und ich fahre entnervt in die Wechselzone. Da treffe ich erst mal den Filzstift mit einem schönen Platten im Hinterrad. Das Ersatzrad hat er im VW-Bus aber leider keinen Schlüssel dazu. Ursache für den Bremsausfall ist ein undichter Siri im linken Gabelholm. Das Gabelöl ist komplett über Scheibe und Sattel verteilt. 

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Ein paar Minuten später kommt Husa-Anderl in die Box. Er hat keine Lust mehr weiter zu fahren. Die Strecke liegt ihm einfach nicht. In einem Augenblick völliger geistiger Umnachtung bietet er mir sein Motorrad an. So schnell wie möglich wechsle ich die Transponder und springe auf die Husaberg. Noch ein kurzer Blick zu Anderl, aber der ist immer noch geistig umnachtet und lässt mich fahren.  Von der Box weg geht es durch ein Schlammloch, dass dieses Jahr recht tief geworden ist. Die Husaberg läuft schön geradeaus, also kein Problem. Danach kommt eine Passage mit vielen querliegenden Baumstämmen bevor es über eine lange Gerade auf den Acker geht. Hola !, das Gas voll auf, brüllt die Husaberg durch den Stoppelacker. Der Motor ist echt der Hammer, stufenlos einstellbare Leistung, von minimal für Glatteis bis maximal für verstärktes Grinsen auf dem Stoppelacker. Das Fahrwerk bügelt alle Rinnen und Wellen gerade, ein Traum, und schreit nach immer noch mehr Gas !.  Ich zweifle weiter an Husa-Anderls geistigem Zustand. Wie kann am mit so einem Moped das Rennen abbrechen ??? Aber egal, die Zuschauer und Streckenposten zweifeln zwischenzeitlich auch an meinem Geisteszustand, da ich mit einem völlig dämlichen aber dafür breitem Grinsen meine Runden drehe.

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Nach dem Acker geht es mit schönen kurzen aber knackigen Auf und Abfahrten durch den Graben und danach auf einem wunderschönen Singletrail durch ein kleines Wäldchen. Von dort zurück zu Start und Ziel. Streckenlänge bei 6,1 km. Echt fahrenswert, vor allem mit der 570er Husaberg. Trotz des Pechs mit der KTM lande ich noch auf Platz 4 mit nur 2 Runden weniger als die Spitze.

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Roady Bernd fährt sein Rennen sehr gleichmäßig und ohne besondere Vorkommnisse. Er landet auf Platz 5. Drosseljörg startet langsam, kommt dan n aber gut in die Gänge. In Runde 11 muss er sein Motorrad abstellen, da er das Getriebe nicht mehr schalten kann. Es reicht aber noch für  Platz 6. Filzstift wechselt den Hinterreifen und legt sich dann gleich satt auf die Fresse. Weil´s ihm aber noch nicht reicht, hängt er noch eine Runde dran und produziert noch einen sehenswerten Überschlag. Diagnose:  Platz 7 und Rippe gebrochen.

Camburg

Name

Runden

Zeit

Punkte

 

 

 

 

 

1

O-Thomas

20

02:35:37

25

2

DR-Peter

20

02:38:02

22

3

Heide-Raider

20

02:39:07

20

4

Frugi

18

02:36:33

18

5

Roady-Bernd

16

02:36:52

16

6

Drossel-Jörg

11

01:27:50

15

7

Filtz-Stift

10

02:11:07

14

8

Husa-Anderl

6

00:44:12

13

Damit ist O-Thomas der neue EEG-Meister 2010. Vor dem letzten Rennen in Oberndorf kann ihn niemand mehr einholen. Die Vizemeisterschaft und die restlichen Platzierungen werden dagegen erst in Oberndorf entschieden.  

Platz

Name

Aarbergen

Lechgau

Camburg

Oberndorf

Gesamt

 

 

 

 

 

 

 

1

O-Thomas

25

25

25

 

75

2

Heide-Raider

22

20

20

 

62

3

Husa-Anderl

18

22

13

 

53

4

Roady-Bernd

10

15

16

 

41

5

Dr-Peter

16

0

22

 

38

6

Filtzstift

13

0

14

 

27

7

frugi

8

0

18

 

26

8

Geh-Günther

9

14

0

 

23

9

Arco

20

0

0

 

20

10

Erhacht

0

18

0

 

18

11

Allen

0

16

0

 

16

12

Gas-Michl

15

0

0

 

15

13

Drossel-Jörg

0

0

15

 

15

14

JörgR

14

0

0

 

14

15

Rollo  

12

0

0

 

12

16

Sebbb

11

0

0

 

11

( Ein Streichergebnis ! )

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Bei der Siegerehrung räumen wir noch 3 Pokale in der Seniorenwertung 2 ab. DrPeter für Platz 2. HeideRaider für Platz 3 und ich für Platz 5. Mein Pokal ist auch gleich mit Husablau verziert. Bei der anschließenden Party wird bis spät in die Nacht groß gefeiert.

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 Etwas zu tief ins Glas geschaut haben wohl unsere 2 Tourguides für die Sonntagstour. Beide sind am Sonntagmorgen absolut nicht mehr fahrfähig. DRPeter übernimmt daher die Führung. Nach ca. 30 Minuten endet die Tour in einer tiefen Schlammrinne, in der meine Kupplung den Geist aufgibt. Wir verbringen den Vormittag damit das Motorrad aus dem Schlamm zu ziehen und zurück zum Ausgangspunkt zu schleppen. Auch schön.

Frugi.

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