Mit dem Präsiii unterwegs
oder
Ist Waldkappel eine Reise wert??
(von Carsten)
Wie alles begann:
Die Vorgeschichte kennt Ihr eigentlich alle.
Der Frugi hat den DM-Lauf in Waldkappel zum EEG Meisterschaftslauf erkoren und
viele wollten mit. Dann gabs ein Hin und Her wegen der Zulassung und die Aktion
starb – leider.
Übrig geblieben sind dann nur noch der Präsi, Schnorry, Günnie und ich.
Der Günnie hat sich dann noch rechtzeitig das Sprunggelenk gebrochen und konnte
auch nicht mit. Da waren sie nur
noch 3.
Der Tag davor:
Gegen Mittag haben die Elke und ich dann im strahlend sonnigen Waldkappel (war
also nix für dich, Frugi ) den Präsi nebst Präsibruder Jörg getroffen. Alles
war schon vorbereitet, Pavillion, Auto als Stützpunkt, die kleine Yamaha war
bester Laune, nur Bier war noch keines da.
Schnorry war auch schon da….
Dann Abnahme und anschließend Parc Ferme. 450 Starter sind ne ganze Menge Holz.
Die haben so viele Tageslizenzen ausgegeben, das hätte für uns alle gereicht.
Nach einer ausgiebigen Stadtführung in Eschwege war es dann soweit. Elke und
ich haben die Ergrauteendurogreisepräsidentenmutter kennengelernt. Sebb hat
mich ja schon „gewarnt“. So nett und so gastfreundlich, das war echt super.
Und zum Essen im Familienkreis wurden wir dann auch eingeladen. Da war dann
wieder Präsibruder Jörg dabei, der mit seinem Uralteisenhaufen Huski 610 in
meiner Minute starten sollte.
Nach viel Essen und ein paar Bier hat uns die Präsidentenmutter ins Bett
geschickt. Ich muss einfach zugeben, das ich nicht besonders geschlafen habe.
Wie alt muss ich eigentlich noch werden, bis ich nicht mehr so nervös bin???
Das Rennen:
Ach ja, ein Rennen gabs ja auch noch.
Am nächsten Morgen - nach einem vom Präsi himself bereiteten Frühstück -
sind wir dann um 09:33 Uhr auf die 3 x 80km Runde incl. 3 Sonderprüfungen
geschickt worden. 1. Runde in B – Zeit, die anderen Runden in A – Zeit. Aber
die Zeiten waren reichlich bemessen. Ich hatte immer genügend Puffer an den
Zeitkontrollen.
Die Etappen waren sehr schnell, für mich Anfänger teilweise zu schnell… Das
ging aber wohl so manchem Fahrer auch so wie die Verbremsspuren gezeigt haben
die bei einigen Kurven in die Büsche führten. Meine kleine Yamaha ist
wahrscheinlich noch nie so schnell im Gelände bewegt worden. Aber ich hätte
gar nicht so „rasen“ brauchen, wie gesagt, die Zeit war reichlich bemessen.
Die Strecke war recht abwechslungsreich, mit einer längeren Schlammpassage,
Wurzelauffahrten und auch 2 einigermaßen steilen Auffahrten. Aber da es ja bis
auf wenige Ausnahmen sehr trocken war, lief es flüssig. Leider haben echte
technische Herausforderungen gefehlt. Das lag daran, dass einige Abschnitte
nicht genehmigt wurden. Die A/I Lizenzfahrer durften zusätzlich einen
Steinbruch fahren, der wohl ein echte Herausforderung dargestellt hat.
In Runde 3 hat mich dann ein Betafahrer auf der Schlammpassage, als
ich ihn überholen wollte, abgeschossen. Abflug Kopf voran in die Büsche, aber
nix passiert. Ich hab ihm dann noch geholfen, seine Maschine aufzustellen. Er
war wohl ein wenig müde....
Die Sonderprüfungen waren für mich ein echter Hammer. Sehr lang (10 – 13
min), gefühlte 500 enge Kurven, ein paar leichte Sprünge, Kurven am Hang. Das
lief bei mir gar nicht gut, das beherrsch ich noch überhaupt nicht. Und in der
letzten Runde war dann mein Schalthebel krumm, sodass ich nur noch als Hindernis
gelten konnte. Peinliche Angelegenheit, muss aber niemand wissen J
Der Präsibruder Jörg war übrigens blitzschnell unterwegs mit seinem
Eisenhaufen, großer Respekt. Leider ist er bald wegen gerissenem Kupplungzug
ausgefallen.
Nach 7,5 h war es dann vorbei, geschafft und nix ist passiert. Ich hatte vorher
echt einen Heidenrespekt vor den 240 km und bin ziemlich froh, die Strecke
durchgefahren zu sein. Bei den Senioren sind immerhin 25% der Fahrer
ausgefallen.
Über meine Platzierung und meine Sonderprüfungszeiten würde ich gerne den
Mantel des Schweigens breiten, aber der Präsi hat ja leider schon gepetzt.
Der Präsi:
ist auch gefahren, jawohl. Mit seiner kleinen
Klassikyamaha nämlich 1,5 Runden. Dann war wegen ein paar „Unebenheiten“
Schluß. Aber das soll er selbst erzählen….
Fazit: Tolles Endurowochenende mit toller Betreuung.
Carsten