04.09.2010 (Text und Fotos Carsten)
Video
guxtu --> http://www.youtube.com/watch?v=CQ_NfKmP080
Und wieder einmal waren wir,
Elke und ich, unterwegs zu einem Rennen. Der MC-Isolator hat zur 17. BERU EEC
geladen. Für mich war es das 4. Mal, das ich mitfahre. Bisher war ich jedes Mal
begeistert von diesem angeblich größten und anspruchsvollsten klassischen
Endurorennen für Hobbyfahrer in Deutschland. Die
Anfahrt ist mit 300km noch im Rahmen, da man ja etliche Stunden feinstes Enduro
geboten bekommt. Im Vorfeld waren schon einige Infos durchgesickert, die
eigentlich nur eine Botschaft vermittelten: Alles ist total aufgeweicht und
bodenlos. Also noch saftiger als die letzten Jahre.
Während der ganzen Fahrt habe ich deshalb an meinen
angefahrenen Hinterreifen denken müssen.
Im Fahrerlager angekommen verlor ich dann die Nerven und hab mir vom glücklicherweise
anwesenden Reifenhändler das Gröbste aufziehen lassen, was er hatte. Da hab
ich dann auch den Schnorry getroffen, der in ähnlicher Mission unterwegs war.
Wir waren am nächsten Abend heilfroh über diese Entscheidung.
Dann Abnahme und Parc Ferme.
Ich wollte eigentlich früh ins Bett, aber da es dort ein tolles Bierzelt und
jede Menge Bekannte von den letzten Jahren gibt, ist da nix draus geworden. Die
BERU ist halt eine sehr gesellige Angelegenheit.
Das Rennen:
Pünktlich um 9:23 stand ich
dann mit einem Klumpen im Bauch und der kleinen Yamaha auf der Startrampe. In
der Seniorenklasse waren wir insgesamt 137 Starter.
Schräge
Wiesenauf/abfahrten 
Hohlwege
Ne neue
Auffahrt, vor der sich ein Riesenstau gebildet hatte, weil kaum jemand hoch kam
und der dann geschlossen werden musste (hier habe ich einige Strafminuten
kassiert)
Endlose
Singletrails 
Nasse
Wurzeln ohne Ende
Immer
wieder Auffahrten mit tiefen Spurrillen 
Ein
grundloses Schlammfeld mit Bach den es zu durchqueren galt 
Waldwege,
die von der Holzabfuhr zerstört und
voller Äste und Wurzeln waren
Aufgeweichte
Felder mit vielen Sprurrillen (da ist der kleinen Yamaha doch glatt die Puste
ausgegangen)
Eine
geniale Extremprüfung – allerdings ohne Wertung – mit Schwellenstapel,
Reifen, Auf/Abfahrten, Steinfeld und Wasserdurchfahrt. Immer wieder Schlamm in
denen sich Dramen abspielten und 

einer
total bescheuerten Beschleunigungsprüfung. So ein Käse, mit Vollgas geradeaus
zu rasen. Na ja rasen war mit der 250er eh nicht drin. Aber mit den paar
Sekunden Blödsinn konnte ich gut leben.
2 Runden
a ca. 60 km sind wir gefahren, dann wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes
abgebrochen, zumal es auch mal wieder geregnet hat. Die Hälfte der Fahrer bei
den Senioren sind ausgefallen, nur 20 sind ohne Strafminuten geblieben. Ich habs
auf den 39. Platz geschafft, für mich als Späteinsteiger ein Spitzenergebnis.
Und schneller als die Frauen war ich auch in der Sonderprüfung. Nix mehr mit
rosa Startnummer. Toll war wieder die Bevölkerung, die den Fahrern Tee gemacht
hat, die Brillen geputzt und mit Bier versorgt hat. Da könnte sich der
Heideverein ruhig ne Scheibe abschneiden.
Abends gabs dann noch ne Reisenparty mit ner tollen Band (Cross aus München),
Elke und ich haben bis 2 gefeiert und dann einen kleinen Rausch heim getragen.
Warum machen wir da nicht mal zusammen mit? Die Abnahme ist sehr leger,
selbst die Kiste vom Frugi würde durch kommen. Freie Reifenwahl und nur
Licht/Bremslicht sind gefordert.
Ich
fahr nächste Jahr wieder.
So viel
Enduro fürs Geld.......
Carsten