Rennbericht
X-leo vom 31.10.09
(Fotos Roady Bernd und Veranstalter X-leo, Text HeideRaider)
Leider,
leider habt Ihr Euch eine super hergerichtete Endurostrecke mit
Xtrem-Hindernissen entgehen lassen! Traumrunde, die haben sich richtig Mühe
gegeben und kein Ackergasen wie beim Stoppelcross zugelassen.
Die
eisernen Schrägplatten mussten diesmal ohne viel Schwung aus der Männerauffahrt
aus der Grube oder dem Hühnerweg überfahren werden und rüttelten den Fahrer
ziemlich durch, blos nicht auf den Platten beschleunigen sonst kommt man schräg
und macht einen Abgang ala Rollo 2006. Danach kurzes angasen nach 200m jäh
unterbrochen durch einen quer über die Piste gelegten, aus 3 Betonröhren
gebildeten Hindernis. Mit 2.Gang unter Zug konnte dieser gut gemeistert werden,
Technik ähnlich Endurocross siehe Blazusiak half am besten.

In
der ersten Rund bildeten sich dort schon die ersten kleinen Staus wegen Stürzen,
aber weiche Landung im Acker war garantiert außer manchen die unbegingt über
den Lenker absteigen wollten. Deren 3 Querteile waren auf dem Acker
verteilt und kosteten mit der Zeit und schwindenden Kräften ordentlich Körner.
Dann kam vor der Grubeneinfahrt eine 6m breite Passage mit zuerst quer gelegtem
Kantholz, Felgerand lässt Grüßen, dann durch eine 10mm langes Feld
ausgedienter PKW-Reifen lose nebeneinander gelegt. Habe mit unseren
Romaniacs-Cracks Arco und Jörg vorher noch diskutiert und meiner Meinung nach würden
die Reifen Sich beim Überfahren aufstellen und wild verteilen. Hat sich dann
bereits in der ersten Rund bewahrheitet, ich konnte noch eine super Spur wählen,
hatten sich Anscheinend aber Dramen ereignet, in der 2. Runde waren keine Reifen
mehr da. Unmittelbar hinten der Passage folgten ca. 10 Stück in Abständen
(gerade so das das Vorderrad ohne Schwung schön einplumpste und feststeckte)
quer gelegte Kanthölzer, die nur mit etwas Schwung, nicht zu viel sonst wieder
Felgendelle, und gerade halten der Maschine richtig überquert werden konnten,
no „She’s way“, deswegen teils ordentlich Stau. Wenn man feststeckte
konnte man ohne Hilfe nicht mehr aus der Sektion heraus. War einmal schon
fast durch als mein Vordermann sich querstellte und alles blockierte. Aus dieser
verzwickten Sektion über einen breiten Tieflader per Rampe drüber und mit Zug
ohne Rampe runter war nicht schwer.
Jörg
Flug-Hacht
Heide-Raider
Ost-Thomas
Danach
ab in die Grube wie schon 2006 und fast identisch schöne Grubensektionen,
diesmal aber noch 4 nebeneinander hochkant gestellte, einbetonierte LKW-Reifen,
hatten die reinen Crosser auch Ihre Spaß damit ;-), a bisserl Hirn wie bei uns
Enduristen ist doch besser und war null Problem zu überqueren.

Ost-Thomas am Hang
Zum
Grubenende musste noch die betonierte Grubentreppe gemeistert werden, eine
steile, stufige Abfahrt und dann für die Männer eine breite Betonröhre direkt
unterhalb der steilen Grubenauffahrt überhopsen, war etwas heikel, da leicht
die Röhre schräg lag, und mit vollem Gaszug (more then wide open) hinauf bzw.
bei schwindenden Kräften oder durch Fahrer verblockter Auffahrt eine leichte
Umfahrung wieder zu den schrägen Metallplatten auf eine neue Runde.
Allen überholt BMW
Die
Runde war aber für die KTM-Technik hinsichtlich Motorhaltbarkeit alles andere
als zuträglich. Vor mir erwischte es Guido Tschugg, eine alter MTB-Downhiller
(DM/WM-Läufe), musste sein Gerät abstellen. Meine mit 285 BH gesegnete 250er Nähmaschine
verbrauchte in den letzten Einsätzen schon übermäßig Öl, ca. 300-400 ml auf
35 km-Geländefahrt!
Jörg
trepp-ab
Habe
unterwegs mehrmals abgestellt und das Schauglas kontrolliert. Die Gelegenheit
nutzten natürlich Arco und Jörg gnadenlos aus, zuerst zog mit tollem Zug
vorbei und nahm sämtliche Männerauffahrten souverän. Konnte ihm tempomäßig
nur schwer folgen, meine Motivation wegen der Ungewissheit des Motors war auch
schwer angeschlagen. Jörg hingegen konnte ich immer wieder kontern, er hatte
vom Start weg Probleme mit dicken Armen, was man seinem flügellahmen Fahrstil
ansah. Nachdem ich auf dem Acker vorsichtshalber schon mehrere Runden nur auf
„Standgas“ cruiste strich ich bei wiederholtem Blick aufs Ölschauglas die
Segel und fuhr nach ca. 1:30 ins Fahrerlager. Ich zog mich um und schaute den
restlichen Rennverlauf als Zuschauer an.
Martin
Trepp-auf
Erhard
fuhr in seinem bewährten Stil auf der Sitzbank sitzend seine Kreise, Allen fuhr
im Stehen elegant die Grubensektionen. Thüringer-Wald-Thomas fuhr anscheinend
mit Tarnkappe, hab ich im Rennen nicht bemerkt, wahrscheinlich hatte er
Nachbrenner eingeschaltet und flog in Überschall an uns allen vorbei.
Auf meinem weg per Pedes zum Zieleinlauf kommt mir dann auch noch Arco entgegen und teilt mir mit das seine 450er in der letzten Runde größere malende Geräusche von sich gab und er gerade noch so aus der Grube herauskam und die Kiste abstellen mußte. Twinrider Bernd kam mit Affentwin und schaute sich die das Geschehen an und machte einige Bilder. Wer ist EEG-Sieger? Vermutlich Allen, habe keine Auswertung), ich konnte der rosa-Lackierung mit 2 Runden mehr noch entgehen !
HeideRaider