Klaus Nennewitz vom MSC Waldkappel gewinnt mit seinen Teamkollegen Leischner und Pfeuffer die Teamwertung der Abenteuer-Rallye Dresden-Breslau  

 

Die diesjährige fünfzehnte Abenteuer-Rallye Dresden-Breslau präsentierte sich als eine der schwersten Ausgaben der letzten Jahre: tagelanger Regen hatte im Vorfeld der Veranstaltung die rund 1300 km lange Geländestrecke durch Sachsen und das westliche Polen unter Wasser gesetzt und in endlose Schlammpisten verwandelt, einige Wasserdurchfarten mussten wegen Unpassierbarkeit aus dem Rennen genommen werden.

Klaus Nennewitz vom MSC Waldkappel ging nach dem siebten Platz im Vorjahr zum zweiten Mal auf seiner Siebert-KTM an den Start in Dresden. Nach 3 Wertungsprüfungen im „Elbflorenz“ folgte eine weitere im Tagebaugebiet Hohenmölsen südlich von Leipzig bevor es auf die langen und navigierten Etappen vom nördlichen Polen nahe Stettin bis in die Nähe von Görlitz ging.

92 Motorradfahrer stellten sich der Herausforderung über 8 Tagesetappen, darunter auch der Vorjahressieger und Dakar-Neunte Henk Knuiman aus Holland mit dem Nennewitz mehrere Etappen an der Spitze des Feldes bis zu dessen verletzungsbedingtem Ausfall am vierten Tag fuhr. Doch die Gesamtführung des MSC’lers währte nicht lange: eine nachträglich berechnete Strafzeit von 2,5 Stunden für das fehlende Anfahren eines versteckten Kontrollpunktes am ersten Tag sorgte am Start der Marathonetappe über 470 km für Ernüchterung angesichts der Zurückstufung auf den fünfzehnten Rang.

Wie nie zuvor war in diesem Jahr gegenseitige Hilfe unter den Konkurrenten notwendig, um die Motorräder zu viert durch die schweren Wasserdurchfahrten zu tragen oder um sie wieder aus dem Schlamm zu befreien, auch die anspruchsvolle Kompassnavigation durch Wälder und über Truppenübungsplätze sorgte immer wieder für Spannung und Nervenkitzel. Nennewitz schob sich auf den verbleibenden Etappen durch konstante Plazierungen im Vorderfeld immer weiter in Richtung Spitze um schliesslich am letzten Tag zusammen mit seinem führenden Teamkollegen Robert Leischner aus Dresden noch einmal voll anzugreifen: Leischner konnte die Schützenhilfe als Führender gut gebrauchen während Nennewitz durch das vorgelegte hohe Tempo und die exzellente Navigation des Sachsen noch Zeit gut machen konnte um sich am Ende auf dem vierten Platz im Gesamklassement zu behaupten. Am Schluss fehlten dem Eschweger 1 Stunde 55 Minuten auf den Sieger, ohne die Strafzeit wäre der Sieg in Reichweite gerückt…

Dennoch konnte die Mannschaft „Flat Team“ bestehend aus dem Gesamtsieger Leischner, Nennewitz und dem Münchner Dakarpiloten Werner Pfeuffer mit dem Sieg der Mannschaftswertung vor dem französischen „Roupettes“-Team einen grossartigen Erfolg verbuchen.

 

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http://live.abenteuerrallye.com/