Seniorenausflug mit dem KTM-Museum
(Text Mr. 40-Stroke, Fotos EEG-Members)
….. das waren die Worte von Joachim als er am Morgen des 1. Fahrtages neben der neuen 2009er Husaberg 450 stand und die restlichen Herren der Schöpfung und deren Maschinen betrachtete.
Unter „restliche Herren“ gruppierten sich :
MilliMan
u40 EXC
525
Bj. 2004
Matze
ü40 LC4
Supercomp. Bj. 1999
GasMichl
u40 300er
GasGas Bj.
2006
K.Günnie
ü40 Husaberg
Bj. 2004
Mr. 40-Stroke ü50 EXC
520
Bj. 2000
Erhacht
ü40 EXC
400
Bj. 2002
Roady Bernd ü40
EXC 520
Bj. 2002
Jochi
ü40 Husaberg
450
Bj. 2009
KTM
Bj. 1999
OK, das hatte gesessen, aber nicht umsonst heißt es Ergraute-Enduro-Greise !
Nun in kurzen
Worten, aber vielen Bildern die Geschichte unserer Chabo-Tour 2008.
Mein erster Fahrtag führte mich, auf der Anfahrt zum Chabo, zu einem persönlichen Mopett-Höhenrekord. Ich bog von Milano ins Aostatal ab und stieg in Breuil-Cervinia auf der Rückseite des Matterhorns in den Berg ein und versuchte die Theodulhütte und den Bontadinilift zu erreichen. Das klappte nicht ganz, da am 8.10.08 schon der Winter in Höhen über 2.800m eingezogen war, d.h. wegen Schnee und Nebel musste ich umkehren. Dafür konnte ich, mehr auf der südlichen Seite des Skigebietes, einen Kamm anfahren, der nach Höhenmesser knapp unter 3.300 m lag.
Der erste Fahrtag in Bardonecchia sollte 200km lang werden. Das Wetter
verbesserte sich deutlich, in der Nacht waren die Berggipfel weiß eingezuckert
worden und wir beschlossen zum Einrollen mal schnell den Sommelier rauf und
wieder runter zu blasen. Alles ohne Probleme, ab ca. 2.700m waren die Felsen dünn
mit frischem Schnee überzogen.

Trotz der dünnen Schneedecke war der Schotterweg griffig
zu fahren, die eigene Spur im Schnee ziehend fühlte man sich wie der „Silver-Surfer“.
Auf dem Plateau war bei 3.005m wie üblich Schluß und wir genossen den
Sonnenschein und den Schnee.


Postkartenansichten wechselten sich ab, die herbstlichen
Farben berauschten.
Weiter ging es zum Widowmaker, nun sollte die Gesellenprüfung an der
Steilauffahrt abgelegt werden.

Die üblichen Verdächtigen brauchten mehrere Versuche und
Fahrtipps vom Meister Jochi.
Auf dem Bild erkennbar sind die wartenden Protagonisten am Seeufer und den
Erhacht der Mühe hat sein Kindermoppett aus dem Hang zu ziehen. Dass es anders
geht belegen Videoaufnahmen die den Jochi zeigen, wie er ohne Anlauf die 450er
Husaberg die Steilauffahrt hochprügelt, zum Verständnis sei gesagt, dass ich
mit der 520er EXC im 3. Gang mit Höchstdrehzahl in den Hang fahre …….
(Jochi)
(GasMichl)
Unser Jochi ist so schnell, dass er gar nicht scharf auf
Digitalfoto zu brennen ist ……..
Legen wir das Mäntelchen des Schweigens über den 4. Gang Höchstdrehzahldrift
um den See, oder die durchbeschleunigte Widowmaker-Abfahrt ………
Runter nach Cesana die Handgelenke noch mal ordentlich durchschütteln lassen,
direkt nach Oulx und über die die Singletrials, Forte Bramafan und Alpe Plane
zurück zum Gino.
8 Fahrstunden waren vorbei und bei bester Fahrerlageratmosphäre wurde beim Gino
im Hof der Service gemacht, die Heldentaten am Widowmaker besprochen und ein
Bierchen gezischt.

Unser Mad-Professor, Doggdor Erhacht, hat seinen eigenen Kettenschmierablauf, der nachfolgend dargestellt ist:


Zum Schlafen stellen wir unsere Gefährte beim Gino in die
beheizte Garage, die Schätzchen sollen es ja schön warm und kuschelig haben.
Das weitere Programm besagte eigene Körperpflege, Kamingespräche beim Bierchen und das Abendessen.
Valeria verwöhnte uns mit regionalen Köstlichkeiten, die vom frischen Pilzrisotto (Gino wurde mit der Trial in den Wald geschickt um Pilze zu suchen) über Lasagne bis zur Entenkeule auf Gemüsering ging.
Zum Nachtisch gab es Pana Cotta
oder
Semifredo Nugat oder ……. –-> einfach
unbeschreiblich…….
Der 2. Fahrtag sollte etwas fahrtechnisch orientierter sein, hier die Stimmung beim Start.

Zum Warmfahren ging es über Chateau die Auffahrten zum Bierhügel rauf,
dann auf den goldenen Weg. Ich wählte an
diesem Tag meine Beta Trial
und
befuhr den „diamantenen Weg“ von Gino. Dieser Weg führt in einer
Diretissima über ca. 1.000 Höhenmeter fast gerade zum Gipfel oberhalb von
???????????????. Von dort musste ich wieder bergab um den „goldenen Weg“ zu
erreichen.

Am Lago Desertes trafen wir uns wieder und führten wir
unseren Körpern etwas Nahrung zu
und
relaxten mit Blick auf den Berg der Berge.

Die Auffahrt zum Berg der Berge ist unproblematisch und bis nach dem „gespaltenem Fels“ autobreit geschoben, die Stellen, an denen nur dünne Bretter auf Metallstützen an der Wand den Weg bildeten, sind durch massive Betonplateaus ersetzt worden.
Man erzählt sich von einer offiziellen Öffnung des Weges
evtl. im nächsten Jahr, möglicherweise wird aber eine Genehmigung notwendig
sein.

Oben erwartete uns ein Segelflieger, der die Aufwinde nutze und freundlich grüßte.

Die Rückfahrt über den goldenen Weg war genauso
kurzweilig wie die Hinfahrt, zum Abschluß noch schnell auf den Mulatieri und
zurück zum Hotel.
Der 3. Fahrtag sah eine zeitweise Teilung der Gruppe vor, Klaus und ich befuhren
zur Aufwärmung den Tre Croci, MilliMan und Erhacht enterten den Col de Rho
auf
dem „Männerweg“, Matze, GasMichl und Roady schwuchtelten die „Mädchenauffahrt“
zum Col de Rho hoch.
Erhacht am Col de Rho à

MilliMan raucht à

Mr.
40-Stroke am Tre Croci à

Festungsanlage Tre Croci
à

Nach der Cappopause
ereilte
uns ein Plattfuß an Matzes KTM, der Schlauch wurde in 5 Minuten OffRoad
getauscht.
Dann ging es über den Madonnenweg von Savoulx zum
Sommellier-Tunnel, mit der Mittagsrast vor den Grotten
Im Tal in Richtung Col de Finestre und rauf auf die Asietta-Kammstraße
und
die Asietta lang bis Col de Basset und runter zum Rif. Ciao Pais. Dort war dann
abchillen in der Nachmittagssonne angesagt :

Wir mussten jetzt in der untergehenden Sonne nur noch nach
Oulx runter und die Singletrials am Bach entlang zurück zum Hotel.
450 km Enduro in 3 Fahrtagen waren vorbei, das breite Grinsen im Gesicht wird
noch einige Zeit die Kollegen im Büro zu Fragen animieren.
Allgemeine Infos :
Die alten Mititärwege werden künftig geöffnet und werden auf eigene Gefahr zu
befahren sein, dieses Schild
weist
darauf hin. Man versucht damit den 4x4- und/oder Enduroverkehr zu kanalisieren.
Es eröffnen sich für die Vor- und Nachsaison touristische Potentiale.

Farbenspiele

Col de Echelle in der Nachmittagssonne

Wie lange kann man noch fossile Brennstoffe „sinnlos“ zum eigenen Vergnügen mit der Enduro durch Vergaser (Einspritzanlage) und Auspuff jagen ??????
Sind wir die letzte Generation, die sich diese Erlebnisse erlauben können ??????
Fragen über Fragen ……………………
Mr. 40-Stroke
(Okt. 2008)