Rennbericht Zschopau von "frugi"
 Bilder von www.offroad-foren.de )

 

Nachdem ich mir am Chabo eine fette Erkältung mit allem was dazu gehört eingefangen hatte, war die Vorbereitung für Zschopau etwas kurz ausgefallen. Die KTM ist zwar vom Navitanker wieder zur Sportenduro mutiert, aber der Allgemeinzustand ist nach Rumänien und Chabotour eher schlecht. Die technische Abnahme in Zschopau ist zwar sehr genau, bei der KTM werden aber ein paar Augen zugerückt, so das sie schließlich zusammen mit Heideraiders 250er im Parc ferme im Zschopauer Schlosshof landet.

 

Die Nacht ist kalt und regnerisch, aber am Morgen vor dem Start kommt die Sonne durch. Das Fahrerlager ist im alten MZ-Werk, der Start aber auf dem Schlossplatz. Da heißt es morgens in voller Ausrüstung erst mal 20 Minuten marschieren ( bergauf ! ) . So was ist nicht seniorengerecht ! Meine Erkältung hat sich Nachts wieder gemeldet, was zur Folge hat, dass ich kräftemäßig am Eingang zum Parc ferme eigentlich schon am Ende bin.

 

 

 

Der E-Starter der 4004er schafft es am Start leider nicht den Motor zum Leben zu erwecken. Ein Tritt mit dem Kickstarter hat aber Erfolg und ich fahre doch noch ohne Strafzeit vom Schlossplatz. Heideraider startet 2 Minuten hinter mir ohne Probleme. Die erste Sonderprüfung am Skihang erwartet uns mit einem Stau. Gut 10 Minuten stehen wir hier am Start bevor es endlich los geht. Die Prüfung ist extrem rutschig und ich bleibe sogar kurz an einem Wiesenhang hängen.

 

Danach geht es in das Waldgebiet um Börnichen, wo ich mich gleich im ersten Schlammloch breit mache. Als ich endlich draußen bin, bin ich völlig platt und muss erst mal Pause machen. Jetzt weiß ich, wie sich Hanno in Waldkappel gefühlt hat ! Heideraider nimmt die Weichei-Spur im Schlamm und fährt weiter.

 

Die Strecke ist ab hier ein echter Enduro traum. Wunderbare Singletracks wechseln mit knackigen Auffahrten und langen Schlammspuren. Es bleiben nur ein paar kurze Strassenverbindungen zum Verschnaufen. Der Herbstwald mit seinem nassen Boden gibt mit dem strahlenden Sonnenlicht dazu ein prächtiges Farbenspiel. Trotz meiner schlechten Verfassung kann ich nicht umhin dies in vollen Zügen zu genießen. So soll Enduro sein !

 

   

 

Die 2. Sonderprüfung ist ein Enduro test, der es in sich hat. Ich habe mehr damit zu tun alle Auffahrten hinzubekommen, als auf eine gute Zeit zu achten. Der 3. Test führt noch über eine Cross-Strecke und einen Steinbruch und ist endlos lang ! Die Runde hat insgesamt 86 km und führt zum Abschluss noch den Teufelsberg hinauf.

 

Die Strecke war insgesamt sehr anspruchsvoll. Die Zeiten waren auf internationalem Niveau, nur Heideraider und ich waren das wohl nicht. Ich kassiere 63 Minuten Strafzeit in einer Runde und höre „vernunftbedingt auf“ (Zitat C.Schnorrenberg). Heideraider gibt sich 2 Runden muss aber 83 Minuten Strafzeit einstecken. Damit sind wir, gemäß Reglement, beide aus der Wertung gefallen. Für nächstes Jahr wird jetzt richtig trainiert, und dann schau ma moi !

 

frugi

 
( Bilder von www.offroad-foren.de )