Kurzbericht
trialen am Chabo
(Sommer 2007)
Im Rahmen des Familiensommerurlaub am Lago Maggiore habe ich
die 2 Stunden Anfahrt zum Chabo investiert und eine 1 Tages-100km-Trialrunde um
Bardonecchia gedreht.

- Die
Streckensperrungen haben drastisch zugenommen, die neu gesperrten Strecken
werden ab .a 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr überwacht, z.B. an der Kreuzung zum
Col de Rho (am Beginn des Schotterweges) steht unübersehbar ein
Verbotsschild, abkassiert wird ca. 300m nach dem Verbotsschild auf dem
Schotterweg, „Benutzungsgebühr“ 100,- €.
Der „Verkehr“ auf den erlaubten Strecken hat extrem zugenommen, von der
Jeep-Karawane, über Quad-Verleiher mit 4 Kunden-Quads (als Doppelsitzer im
Schritttempo), Enduro-Klapphelm-Fahrer mit Navi am Lenker und Packtaschen,
bis zu „pseudo-Endurorennfahrer“, die den Berg raufglühen, ist alles in
jeder Richtung unterwegs.
Für die Oktober-Tour müssen wir vor Ort und nach Zeit und Wetter die
Strecken planen, die Singletrials die im Irgendwo beginnen und im Irgendwo
enden sind nach wie vor unkontrollierbar und ohne Problem befahrbar.
- Viele
Fahrverbote enden am 30.9. des Jahres
- Für
die Chabo-Tour 2007 sind folgende Vorbereitungen zu treffen, da die Polizei
bei Kontrollen auf folgende Dinge besonders achtet :
- Rückspiegel am Moppett
- grüne Versicherungskarte
- Helm mit Prüfnorm ECR 22-05
Das mit der Helmnorm ist seit Anfang des Jahres gültig, die
„Rennleitung“ kann die Weiterfahrt mit diesem Helm verbieten !
- Das
neue Hotel macht einen suuuuuuuper guten Eindruck, der Besitzer ist gut in
den 50ern, ehemaliger Moto-Cross Fahrer, jetzt mit einer Doug
Lampkin-Replika-Einspritzer Montesa-Trial unterwegs, das Hotel hat eine voll
eingerichtete Werkstatt mit Druckluft usw, Moppettgarage,
großer Hof, die beiden Söhne fahren auch Enduro und Trial (ebenso
Montesa-Einspritz-Trialer oder Honda 450er-Enduro), bei meinem Besuch am
24.8.07 kam mir der Besitzer mit Schnittverletzungen an der Stirn,
Augenbraue und Nase und einem blauen Auge und einer stark geschwollenen Hand
entgegen, er kommentierte die Verletzung mit den Worten er sei in den Felsen
mit der Trial „leicht gestürzt …..“.
Er kann uns im Oktober ein paar schöne Strecken zeigen, und für Geübte
(die werden vorher abgecheckt) würde er eine Tour zum 3.330 m hohen Punta
Sommeiller führen (150m höher als Chabo !)

Das Hotel hat einen Aufenthaltsraum in dem auch gefrühstückt (Achtung, nur
italienisches Frühstück – nur süß und eher wenig, Wurstesser bitte
Eigenversorgung zusätzlich) und zu Abend gegessen wird, das Abendessen soll
erstklassig sein, die Frau vom Besitzer kocht.
am Forte Foens
Mit der Trialmaschine am Chabo, bedeutet wie weit komme ich mit dem
Mini-Tank, die 4,5 Liter meiner Beta Alp (großer Tank, aber 250er 2Takt)
reichten für ca. 70 km, die Einspritzer-Montesa von Jochen (250er 4Takt) war
nach ca. 40 km trocken – dann waren die 2,5 L aus dem normalen Tank leer, im
Zusatztank waren nochmals 2 Liter., der Peter hatte eine GasGas 250 (2Takt) mit
großem Tank. Wir haben jeweils eine 50 km-Runde vormittags und nachmittags
gedreht und mittags getankt.
Dealer
Jochens Einspritz-Montesa mit Zusatz-Tank/Sitzbank
Verbindungsetappen auf der Straße sind ohne Sitzbank eine Qual, die
Zusatz-Tank/Sitzbank-Kombination der Montesa von Jochen ist gut durchdacht und
klasse, ich kann darauf sogar bequem sitzen, im Gelände im Stehen stört sie überhaupt
nicht. Das geringe Gewicht (meine Beta wiegt nur 86 kg !) und die extreme
Handlichkeit ist auf den Singletrials super Spitzenklasse,
Dealer Jochen 
enge wurzeldurchsetzte Kehren, die mit der Enduro grenzwertig sind, machen
einfach Spaß. Dort wo reine Leistung gefragt ist, z.B. Auffahrt zum Bierhügel,
letzter Hang, geht der Trial die Luft aus, ebenso auf losem Geröll, denn
baggern tun die Trialreifen nicht. So lange es für Trialreifen griffig ist gibt
es keine Grenzen. Flottes Fahren auf sehr unebenem Untergrund ist durch die kürzeren
Federwege und die „nicht vorhandene“ Dämpfung eingeschränkt, Federbein und
Gabel (auch der neuen Montesa) schlagen durch.
Es ist eine andere Erfahrung, die man mit einer Trialmaschine macht, man sucht
nicht flotte Kehren, um im Drift um die Ecken zu blasen, es ist wirklich so,
dass man die ganz kleinen Wege sucht und bei niedriger Drehzahl und leisem
Auspuffgeräusch die Abkehr von fahrdynamischen Grenzen feiert.