Die EEG Saisonstart-Tour einmal anders … On
the Road Only !
Ursprünglich sollte es eine gemütliche Endurowanderung in der lieblichen italienischen Provinz werden. Aber leider hagelte es kurz vor der Tour reihenweise Absagen („ … der Familienrat war dagegen…“, „ … wenn XYZ nicht fährt fahre ich auch nicht mit …“, „… muss doch arbeiten …“, „… muss Babysitten …“) so dass am Schluß nur 2 aufrechte Tourenfahrer übrig blieben. Was gemeinhin als ungünstig für anspruchsvolles Endurieren gilt und somit die Frage nach einer Neuausrichtung der Tour stellte.
Während ich aus einem vollen Fuhrpark schöpfen konnte und die LC Otto 990 EFI wählte stand für Sebbb mit der EXC nur ein Fahrzeug zur Verfügung. Aber es wurden flugs die SuMo Räder installiert und so stand schließlich einer netten Ausfahrt nichts mehr im Weg.
Am Sonntag Treffpunkt in Hofolding, anfangs wurden wir noch von Sebbb’s Bruder Philipp (auch bekannt als Leerlaufdüsenschinder) und seinem Kumpel Gerd alias Dr. Law, beide auf Ducati, begleitet.

Nach dieser Aufnahme wurde (in selbstloser Weise) der Rucksack von Sebbb auf die LC Otto verfrachtet, um das Kampfgewicht der EXC und die Rückenmuskulatur des Fahrers nicht über Gebühr zu beanspruchen.
Über verschlungene Wege ging es zum Chiemsee, wo sich nach der Mittagsrast die beiden Kameraden verabschiedeten. Unmittelbar danach fanden wir endlich wonach wir lange gesucht hatten:

Weiter über Waging und mit einer gegen Null tendierenden Verkehrsdichte ins Benzin-Dorado und Heimatland der beteiligten Fahrzeuge. Trotz der Nähe von Mattighofen schlugen wir nun den Weg nach Süden ein. An Salzburg vorbei über der Radstädter Tauernpass zur wohlverdienten Ruhe ins verschlafen Mauterndorf. Im Gasthof Weitgasser konnten wir die Wellness-Oase mit Dampfbad und Sauna für uns alleine genießen bevor wir uns nach Saurüssel, Grillplatte und Absacker in die kuscheligen Betten begaben.
Der zweite Tag begann etwas trüb und mit einer politisch nicht ganz korrekten Befahrung der noch winter-gesperrten Nockalmstrasse.

Ab und zu wäre dann doch etwas mehr Profil wünschenswert gewesen…

Nach Bergung der SuMo dann wieder korrekt hinab ins Tal:

Nachdem wir die Strasse fast für uns alleine hatten blieb genügend Zeit und Raum für gewisse Spielereien:

Kaum wieder im Tal wurde zuerst dem Herrgott gedankt dass wir von Verkehrskontrollen verschont blieben.

Die – angesichts der schmalen Sitzbank – kurzfristig angedachten Entsorgung der EXC standen leider örtliche Vorschriften im Weg.

Vorbei am schönen Wörther See (ohne VW-Treffen) zum Seeberg-Sattel. Gourmet – Asphalt und trotz schmaler Sitzbank gerade für die SuMo-EXC ein Hochgenuss. Trotzdem tat anschließend Entspannung not.

Hinter der Grenze in Slowenien ist der Sprit nochmals 5 Cent günstiger als in KTM-Land. Über 24 Kehren – teilweise mit Kopfsteinpflaster – zum Vrsic-Sattel.

Auf 27 gut gepflegten Kehren hinüber zum Predil und damit doch noch Italien.
Die fortgeschrittene Stunde ließ uns auf den traditionellen Cappuchino verzichten und über den Nassfeldpass wieder nach Kärnten wechseln. Die Befahrung eines kurzen Restes der alten Militärstrasse verleidete leider eine heimtückisch angelegte Baustelle. Im beschaulichen Kötschach-Mauthen erfolgte die zweite Übernachtung. Der Schwimmingpool war leider von tausenden Kaulquappen belegt und somit mussten wir auf abendliche Fitness verzichten.


Die Heimfahrt begann am Gailberg (führt seinen Namen zu Recht) und fand seine Fortsetzung auf der Großglockner – Hochalpenstrasse.

Sebbb wechselte kurzfristig in ein Fahrzeug mit bequemerem Gestühl:

Währenddessen fand die LC Otto einen standesgemäßen Platz für die Pause:

Da kein Ofenrohr zur Verfügung stand wurde durch einen hohlen Stein ins Gebirge geschaut:

Vorsicht Murmeltierwechsel !


Mittagessen auf der Edelweißspitze

Die 18 Teuro Wegegeld relativierten sich angesichts der gebotenen Streckenführung und Aussicht auf die umliegenden 3000er.
Die Schlussetappe führte über den Hochkönig-Sattel und Kössen zum Sudelfeld. Die (bereits erwähnte) schmale Sitzbank erforderte erneute Erholungspausen:


Ein Kaffee kurz vorm Schliersee rundete die Tour kulinarisch ab. Nach knapp 1200 fast ausschließlich asphaltierten Kilometern fand die gemeinsame Tour in Holzkirchen ihr Ende.
1200 Kilometer an 3 Tagen auf einer EXC verlangen gebührenden Respekt. Beide Fahrzeuge verlangten keinen außerplanmäßigen Service. Hervorzuheben ist noch, dass die EXC im Verbrauch ca. 1,5 bis 2 Liter unter dem der LC Otto (trotz EFI) blieb.
