25 Führerscheinentzüge, ca. 500 Punkte in Flensburg und Bußgeld im 5-stelligen Bereich
(Text Mr. 40-Stroke, Fotos Mr. 40-Stroke, "frugi", www.1000ps.at)

Das war das Resultat der Pässetouren bei der KTMania in Nauders.
Bezeichnend war der Ausspruch von Roady Bernd, der ,nach 22.000km auf der eigenen KTM LC8 Adventure, nach der 3-stündigen KTM-Pässetour mit Joachim verschwitzt den Helm vom Kopf zog und sagte „Ich wusste gar nicht, dass man eine LC8 so schnell bewegen kann …….

Stressfrei am Freitagvormittag angereist und stressfrei die guten Tipps von Joachim und seiner Tochter Anna umsetzend bezogen wir bei der KTMania in Nauders auf dem Parkplatz,   abgegrenzt mit KTM-Band, einen eigenen EEG-Chillout-Bereich   mit Fahrerlager. 
Lt. Ausschreibung erwarten uns OffRoad-Testmotorräder, eine ca. 10km lange Endurostrecke, eine Motocrossstrecke und geführte Pässetouren auf den KTM-Straßenbikes.
Da ich ortskundig war konnte ich diese vollmundigen Ankündigungen nicht so recht glauben und hatte alle EEG-Teilnehmer („frugi“, Roady Bernd, Sebbb, Schnorry, Matze, Erhacht und Dr. Law) vorgewarnt und alle waren vorbereitet auch mit dem eigenen Moppett Pässetouren zu fahren.
So hatte „frugi“ einen 6 Jahre alten abgefahrenen Pirelli Hinterreifen montiert, Erhacht rubbelte einen alten MT 32 ganz ab und ich baute nicht erst die Enduroräder ein, sondern fuhr alles mit den 17“-Conti-SuMo-Schlappen.

Die Endurostrecke war tatsächlich ca. 10 km lang und führte auf eine Alm und an einem Bachlauf wieder runter    , abschnittsweise waren Steilstücke oder Geröllpassagen eingebaut, die aber mit den Straßenenduros umfahren werden konnten. Der Schwierigkeitsgrad war so gewählt, dass ich alles mit den SuMo-Rädern und Bernd alles mit der LC8 Adventure abfahren konnte.

Am Freitagnachmittag konnten wir die ersten Runden auf der Endurostrecke fahren und die ersten Testmmoppetts auf der Endurostrecke fahren (ich fuhr nut 2Takter und mir gefiel die 125er2Takt am besten !). In Erwartung von großem Andrang    und wenigen Moppetts (von jedem Modell war nur 1 Teil verfügbar ) bemühte ich mich baldmöglichst um den Test. Leider war die Staubentwicklung wegen der Trockenheit auf der Endurostrecke so groß, dass das Fahren keinen gaaaaaaaanz dollen Spaß machte.
So beschlossen Erhacht, Bernd, „frugi“ und ich (Sebbb wollte weiter Moppetts testen) eine eigene Straßen-Pässerunde auf das Stilfser Joch zu machen.

Gessagt/getan,  Tank voll gemacht, den Staub von den Enduroklamotten geschlagen und auf die Straße. Auf den folgenden 3,5 bis 4 Stunden hatten wir einen Riesenspaß, z.T. wurden die Passstraßen raufgeblasen wie die Verrückten. Autos wurden vor Serpentinen gleichzeitig rechts und links überholt, beim Anbremsen der Kehren z.T. zu 3. nebeneinander glühten die Bremsscheiben (ich war mit den SuMo-Rädern und der 320er Bremsscheibe gut „bewaffnet“). Einzelheiten möchte ich hier nicht weiter preisgeben ……………..

Auf dem Stilfser Joch fuhren wir noch die Schotterstrecke bis auf 3030 Höhenmeter an den Gletscher hoch.

 
Relativ „angeschlagen “ und mit wundem Hinterteil kamen wir am Abend wieder in Nauders an.
Die Einen bezogen die Hotelzimmer, die Anderen („frugi“ und ich) bereiteten die „OffRoad-Übernachtung“ im Auto vor.
Das gemeinsame Abendessen war gut und notwendig     , mit einbrechender Dunkelheit fielen auch die Augen zu.

  Der Samstag empfing uns, wie der Freitag aufgehört hatte, mit Hochsommerwetter.
Für uns stand um 9.00 Uhr die Pässetour-Mix-Tour mit Joachim auf dem Programm. KTM stellte uns LC8 Adventure – Flugzeugträger (als Einspritzer) und die neue V2-Super-Enduro (leichter und ohne Verkleidung) zur Verfügung.

     

Nach kurzer Einweisung     gingen wir auf die Strecke

         

 und schon nach 2 km war mir klar, dass Verkehresregeln außerorts für andere Verkehrsteilnehmer gemacht sind und nicht für uns an diesem Tag zu dieser Zeit.

 

Nicht nur, dass Joachim    die Gruppe mit plötzlichen Wheelies, so ab 80 km/h oder Stunteinlagen mit Fotokamera  oder SuMo-ähnliche Bremsdrifts    in die Kehren unterhielt, auch die Jungs setzten ihre Hemmschwelle etwas höher.

   

Ich hatte mich recht schnell mit dem 990er LC Otto-Adventure- Flugzeugträger angefreundet und ließ das Dickschiff mit pfeifendem ABS in die Kurven fliegen.

 

Aus den Kurven raus, die 100 PS galoppieren lassen und mit leichten Wheelie im 1. und 2. Gang auf die nächste Kehre zufliegen. Die unverkleidete Enduro machte mir aufgrund der Reifen nicht so Spaß, denn aus den Kehren raus brachten die 100 PS immer das Hinterrad zum durchdrehen. Ganz im Gegensatz zu „frugi“, der fuhr sich auf der 950er Superenduro in einen Fahrrausch und schwang die Kiste um die Ecken, wie ich es nicht erwartet hatte. Erhacht, ebenso auf der 950er Enduro unterwegs, dachte, dass er endlich gegen den kleinen dicken alten Mann mit Brille auf der 990er LC Otto Flugzeugträger eine Chance hat, und so bremste er sich rechts neben einen Motorradfahrer auf die Innenseite der Kehre, außen bremste ich mich mit quietschenden Reifen aber schon neben den gleichen Motorradfahrer, innen war dann plötzlich keine Platz mehr und so musste Erhacht die neue 950er Superenduro  leider an den Straßenrand „anlehnen“……………………………….…. und dem Joachim die Kratzer beichten.

Wir machten auch wieder den Abstecher an den Gletscher und ich hatte Respekt mit dem Flugzeugträger durch den Schotter zu pflügen.

Joachim zückte wieder den Fotoapparat und wir machten noch Fotofahrten an einer steilern Auffahrt.

   

  Burnout mit 100 PS auf 3030 Meter über dem Meer

Auf der Straße zurück hieß es angasen, dann um 12.00 Uhr mussten die Moppetts zurück sein denn die nächste Gruppe wartete.

Zurück am Auto war Chillout angesagt, denn das Grinsen wollte nicht freiwillig aus dem Gesicht weichen. Sebbb, Erhacht und frugi verabschiedeten sich zum Mittagsschlaf und zur Verarbeitung der Eindrücke.

 

Schnorry ging auf die Endurostrecke, musste aber auch dem Staub Tribut zollen.
Nach dem Chillout sattelten wir wieder unsere Kisten und begaben uns erneut auf eine Pässe-Tour, Roady Bernd machte eine weitere Straßentour auf den SuMos. Sebbb hatte inzwischen auch die SuMo-Räder reingesteckt und so wartete die Rund über Pfunds – Fiss – Ladis – Samnaun zurück nach Nauders auf uns. Eine traumhafte Strecke mit wunderbaren Aussichten, traumhaften Kurven und Gourmetasphalt wurde nur von einem Apfelstrudel-Stopp unterbrochen.

Abgerundet wurde der Tag von einem sehr guten Abendessen und der eher „schmächtigen“ Stuntshow.

  

Zum Ende klärte Jochim noch auf, dass die Initiative zur KTMania von Nauders und dem MSC Pfunds ausging und nicht von KTM und ursprünglich die Sache anders geplant war. So war Nauders überrascht als KTM die MX-Piste schieben wollte, denn Erdbewegungen sind ausgeschlossen.  Auch waren die vielen Wanderer nicht informiert, dass eine Horde wilder Moppettfahrer durch den Wald preschen. So waren „Begegnungen der 3. Art“ nicht auszuschließen.

Für diejenigen die den vollmundigen Ankündigungen geglaubt haben, eine richtige MX-Strecke erwarteten  haben und nicht einem kleinen, kurzen, langsamen Wiesenslalom, die eine wettbewerbstaugliche Endurostrecke erwarteten und nicht einen 10km Schotterweg mit kurzen knackigen Abfahrten und Anstiegen (auch das war für viele MotoCrosser zu viel), die Testmoppetts in unendlicher Anzahl erwarteten und nicht nur 1 Fahrzeug pro Modell, die dachten die Straßenmoppetts warten nur auf sie für die 3-stündige Pässetour, die waren enttäuscht.

Wir haben viel Spaß gehabt, mit den guten Vorabinfos konnten wir die Tour mit Joachim machen.

Ich muß zum Abschluß schon sagen, so schnell und so radikal bin ich in den letzten Jahren nicht Motorrad im öffentlichen Verkehr gefahren, aber ab und zu  muß man was Unvernünftiges machen, so bleibt man jung und der Gesprächsstoff geht nicht aus……….

Bis zum Nächsten Jahr, da bin ich wieder dabei !

Hier gibt es den Bericht vom „Reitwagen“ : à http://www.1000ps.at/forum.asp?thema_id=1816329&id=1816329#view

 

Mr. 40-Stroke

P.S. Die Videos schneide ich noch zusammen und versende wie üblich eine DVD mit Film und allen Fotos