Chabo-Tour 2006

  (Text Mr. 40-Stroke, Fotos Steh-faaan, Gas-Michl, Roady-Bernd, Mr. 40-Stroke)

 

 

 

 

 

 

 

    Nur 2 Cappopausen in 3 Fahrtagen bei 492 km Fahrstrecke und 20.500 Höhen-
    metern sind schon ein magerer Schnitt !!!!!

Jetzt mag der Eine oder Andere sagen „gut, dass ich daheim geblieben bin“, derjenige soll jetzt bitte das Lesen einstellen und sich wieder der Sportschau im Fernsehen, den Kartoffelchips auf dem Bauch und der Bierflasche in der Hand widmen ! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

  Recht bezeichnend sind die nachfolgende eMails vom Steh-faaan und vom Gas- Michl nach der Tour:

Steh-faaan - „   ….ich muß mich an dieser Stelle nochmal recht bedanken, es war wirklich spitzenmäßig, sozusagen ein Traum!!!, nochmal Danke an den kleinen alten dicken Mann, wegen der spitzenmässigen Streckenführung, und danke an den Kameramann Bernd, ich freu mich schon total auf die Filme  

Gas-Michl -  „…..danke nochmals für die superschöööönen Tage am Chabo, anbei ein paar Bilderchen von dem kleinen alten schnellen Mann ;-))))))….“

 

(Anmerkung der Red.à man sollte es kaum glauben, auch noch im 50. Lebensjahr wächst mein Fanclub  J )

Aber nun mal halbwegs von vorn:

Im EEG-Kreis sind 2 neue Mitglieder in der „Probezeit“, nach der ersten Bewährungsprobe am Chabo (auf dem Moppett und in der Abendgestaltung) begrüßen wir

à „Steh-faaan“ – EXC-Kindermoppettfahrer (EXC 400), Verstärkung der Sektion München

à „Gas-Michl“ – GasGas 450er Viertaktfahrer, Sektion Heidelberg

Außerdem dabei waren:
-          Mr. 40-Stroke
-          Sebbb
-         
Maaakus
-         
Roady-Bernd
-          Matze
-         
und am 2. Fahrtag als Gastfahrer der Arco mit seiner LC-Otto

Wir trockneten die durchgeschwitzten Moppettklamotten   und betteten unsere müden Häupter im Hotel Chaberton in Cesana, von hier starteten und beendeten wir unsere Touren.

1. Fahrtag
Fahrstrecke – 9.30 Uhr Hotel, auch die 450er GasGas vom Gas-Michl sprang an und reihte sich in die KTM-Armada ein, nach 4 km zweigten wir Richtung Sansicario ins Gelände ab, an Sansicario vorbei über die Versorgungsschotterwege und Singletrials an den Skipisten zu den Sendmasten und runter nach Sestriere, dann über den Col de Basset am Rif. CiaoPais vorbei nach Oulx. Von Oulx über die Singletrials Richtung Beaulard runter zum Bach und über Chateau zum Bierhügel (natürlich ein kurzer Abstecher zur Schokorinne), dann am Rif. Rey vorbei (sieht immer noch so aus wie vor 15 Jahren) zurück nach Chateau und über Fort Bramafan und den Colomion zum Passo Mulatieri, nach kurzer Mittagspause am Fort (Brot, Schinken, Mortadella, Salami aus dem Rucksack) den Mulatieri hinten runter an die franz.-Grenze und zum Tanken nach Bradonecchia.

Hier  gab  es  am  Bahnhof  den  1. Cappo.    J J J

Die leeren Tanks füllten wir mit schönem blauen Agip-Super und wir setzten die Segel Richtung Col de Rho, ein Verkehrspolizist hielt uns wegen Almabtrieb kurz auf und winkte uns freundlich vorbei, als er an meiner EXC den ganz kleinen und weggeklappten Spielzeugrückspiegel entdeckte, so beruhigt winkte alle anderen ebenso freundlich vorbei, auf dem Zufahrtsschotterweg trafen wir auf einen ebenso freundlichen Mitarbeiter der örtlichen Polizia Forestrale, der und ebenso freundlich anhielt und uns mitteilte, dass die Weiterfahrt wegen Unbefahrbarkeit der Straße nicht möglich sei. Dem freundlichen Hinweis leisteten wir Folge und fuhren zurück nach Bardonecchia um den Sommeiler unter die Stollen zu nehmen und dann den Col de Rho zu machen. Immer wieder ein Genuß den Sommeiler am Stück hochzublasen, empfing uns ab 2.900m Schnee, der sich bis zum Plateau auf 3.030m auf ca. 30cm erhöhte, eine Auffahrt zu den Fahnenmasten oder dem Widowmaker 2 war nicht möglich

    

Wegen der fortgeschrittenen Zeit mussten wir den Col de Rho rechts liegen lassen, und ließen die Enduros über Beaulard – Chateau – über herrlich griffige Erd- und Schotterwege nach Oulx fliegen, jetzt nur noch die Straße nach Cesana hoch und unter die Dusche !
Zuvor noch das Tourabschlussbierchen (Dank an den Gas-Michl !!! – guter Einstand) und ein kurzer Moppettcheck. Dabei wurden die technischen Daten der Tour besprochen.
8.300 Höhenmeter, 188km Fahrstrecke, 8 Stunden Gesamtfahrzeit.

 

Tagesabschluß bei hervorragendem Rotwein und köstlicher Pizza in der traditionsbeladenen  àes war  „D I E“ harmonische Abrundung eines tollen sonnigen Fahrtages.

Der „Gas-Michel“ und der „Steh-faaan“ stellten lakonisch fest, dass sie noch nie so viele Kilometer am Tag mit einer Enduro gefahren sind, und der „Matze“ begann wieder die alte Liebe zu seinem LC 4-Kocher aufzuwärmen, denn entgegen den Schiebepassagen beim Sandro in der Toskana konnte er hier die Stabilität der LC 4 genießen, wenn nur nicht das Gekicke wäre ……….  

2. Fahrtag
Ich, als unumschränkter Herdenführer (die Parole war, ich fahre meine Tour, wer mit will darf keine Fragen stellen, sondern muß nur hinterherfahren und dranbleiben….J !!!!!) gab als Strecke die "große Chabo-Umrundung" aus.

In der Nacht hatte es stark geregnet, aber pünktlich zum Frühstück begann der Himmel aufzureißen, so war die Staubentwicklung kein Problem und wir stiegen direkt von Cesana zum Lago Nero in die Schotterwege ein. Wir hatten vor die große Chabertonumrundung in Angriff zu nehmen. Wie vereinbart hatte sich der Arco telefonisch gemeldet, denn er war zum Urlaub mit seiner Frau und seiner KTM LC Otto in der Gegend und wollte uns einige Kilometer begleiten, wir vereinbarten am Col de Echelle einen Treffpunkt. Bis dahin vergnügten wir uns zwischen Lago Nero, Widowmaker und Claviere im Skigebiet Mont Genevre/Claviere.

Ab der franz. Grenze durch das Val Claret bis zum Col de Echelle war Teer angesagt, aber die traumhafte Landschaft, die herbstlichen Farben ließen auf den 30 km keine Langeweile aufkommen. Wie schon vor vielen Jahren, ließen sich die Wasserablaufrinnen am Col de Echelle noch immer hervorragend springen …..
Nach der ital. Grenze ging es wieder über Schotter in Richtung Colomion an der neuen olympischen Halfpipe vorbei bergan, die frisch geschobene erdige Schotter weg war für die LC Otto zu schmierig und Arco musste umdrehen und über die Straße nach Bardonecchia fahren.

Hier  gab  es  am  Bahnhof  den  2. Cappo.    J J J

Frisch gestärkt stiegen wir über Gleise zum Jafferau in den Berg, die Auffahrt war ich schon lange nicht mehr gefahren, erinnerte mich aber an 3 abgerutschte Stellen, die aber über die Jahre ein breiter gut fahrbarer Singletrial wurden. Der Jafferau war am Gipfel in Wolken, so machten wir uns flott auf den Weg bergab Richtung Salbertrand. Arco hatte keine Probleme auf den Schotterwegen die LC Otto fliegen zulassen und reihte sich gut in die Gruppe ein. Die 20 km Straße bis zum Einstieg zum Col de Finestre wurden von einer weiteren Tankpause unterbrochen, denn über den Col de Finestre – die ganze Asietta bis Sestriere war die Strecke bis zur nächsten Tankstelle ca. 70 km weit. Die Maroniwälder am Finestre verströmten einen guten Duft, machten aber auch die Straße im unteren Teil des Col de Finestre sehr rutschig, starke Wolkenbildung (Nebel) mit 5m Sichtweite machten die Auffahrt nicht unbedingt zum Vergnügen, aber der Sattel des Col de Finestre war plötzlich über den Wolken und uns empfing wieder die Sonne. Erstaunlich aber wahr, die ersten ca. 5 km der Asietta sind mit Gourmet-Asphalt belegt, der Schotter ist passè. Die restlichen 38 km bis Sestriere sind aber nach wie vor ein schottriger Genuß. Ich habe die Schotterarie am Col de la Costa Piana kurz unterbrochen um die Singletrials zum Punta Moncrons und Col de Bourget zu befahren, Maaakus musste etwas „arbeiten“ um die Steilauffahrt zum Punta Moncrons zu schaffen, sonst gab es nur „kleine“ Schiebeaktionen. Die untergehende Sonne tauchte die Landschaft in herrliche herbstliche Farben, die restliche Strecke über Sestriere nach Cesana war nur noch Formsache.
7.600 Höhenmeter, 223km Fahrstrecke, 8 ½  Stunden Gesamtfahrzeit.

Der abendliche Ablauf hatte sich eingespielt, Moppettcheck, Tourabschlussbierchen, Dusche, Pizza, Rotwein, Espresso, pennen.

3. Fahrtag
Der Maaakus hatte seinen 38. Geburtstag, auf ein Ständchen verzichteten wir, das perfekte Wetter brachte uns in Geburtstagslaune und die Ankündigung am Abend die Getränke zu übernehmen tat ein übriges……
Es sollte heute der „Berg der Berge“ fallen. Zur Aufwärmung ging es von Cesana über die Steinplattenauffahrt, Sansicario, an Fenils vorbei nach Desertes, der steile Schotterweg der in die Felswand und in die steilen Hänge geschlagen wurde war ein optischer Genuß.    Mittagspause machten wir bei Schinken/Käse Panini in einer Bar in Oulx. Über den „goldenen Weg“ erreichten wir die Auffahrt auf den Berg der Berge. Ohne Probleme erreichten wir die Auffahrt, der Weg bis hinter die „abgerutschte Stelle“ der letzten Jahre ist straßenautotauglich ausgebaut, die vielen Picknickplätze zeigen an, dass die Gegend weiter touristisch erschlossen wird. Ohne Feindberührung erreichten wir den Gipfel, die geringe Vereisung ließ Begehungen der unteren beiden Kellerstockwerke der Festung zu. Die Abfahrt am späten Nachmittag war problemlos. In der Dämmerung fuhren wir wieder am Hotel vor.

4.600 Höhenmeter, 86 km Fahrstrecke, 7 ½  Stunden Gesamtfahrzeit (2std. Pause auf dem Gipfel).


Damit waren unsere 3 Fahrtage vorbei    L

Alle waren gut vorbereitet, es gab keine außerplanmäßigen Defekte, Maaakuns verlor 2 Schrauben am hinteren Schutzblech, Steh-faaan verlor 2 Schrauben an der Tankverkleidung, Hanno hat den Tachogeber an der Gabel an einem Felsen abgerissen, Matze hat es geschafft die ganze Kupplungsgriffamatur bei einem Moppettumfaller vom Ständer abzubrechen, einige Reifen zeigten Zahnausfall, sonst war nix !

So, das Navigationssystem "Hanno 1" geht jetzt in Rente, der Roady-Bernd hat alle 3 Fahrtage auf seinem "Garmin5" gespeichert, so ist es möglich, nicht nur die Touren, sondern auch die kleinen netten Abkürzungen wieder zu finden.

Mr. 40-Stroke