Rennbericht 10-std-Enduro (KTM-Orange-Trophy)
Rothenfels vom 25.6.05
(Text Mr. 40-Stroke, Fotos www.enduro-austria.at)
"frugi" und ich wollten mal wissen was KTM so auf die Beine stellt
und haben uns angemeldet.
http://www.orangetrophy.at/

Nagut, der Veranstaltungsort war im tiefsten Ösiland und der "frugi-Non-Turbo" hatte nicht nur wegen meinem Gewicht zu kämpfen. Der Veranstaltungsort war auf einer Hochalm am Rande eines Naturparks in sehr steilem Gelände. Das Fahrerlager war zu klein und war schon geschlossen, wir fanden einen guten zentralen Standplatz vor dem Fahrerlager. Die Moppettabnahme war nur eine Kontrolle ob Bremsbeläge vorhanden sind..........
Die Infrastruktur war sehr schlecht, keine Bewirtung, keine KTM-Fanshops, keine Bierzelte, keine Menschen die der offenen Drogenaufnahme frönen, nur Berge und Landschaft, uns blieb nur alte Semmeln und fettarmen Joghurt als Abendessen zu uns zu nehmen.
"frugi" rollte seine Luftmatraze im Non-Turbo aus, ich stellte meine Liege auf die Wiese neben den Bus und ließ mich von Sternenhimmel in sanfte Träume geleiten.
8.00 Uhr war Start, also auspennen war nicht, erste Vermutungen über die Streckenführung beim Frühstück (wieder fettarmen Joghurt beim "frugi"). Wir vereinbarten, dass "frugi" den Start fährt und wir Turns von ca. 1 std fahren wollen. Der Start war ein ziemliches Chaos, mangels Startaufstellung drängten alle auf die ersten Plätze, keiner der ca. 100 Starter wollte hinten starten. Aber mit 15min Verspätung geht`s los. Der Veranstalter hatte die Zählstelle nach der Wechselzone an das Ende einer kleinen, aber steilen Auffahrt installiert, nach ca. 1std kamen die schwächeren Fahrer nicht mehr hoch und es entstand ein Stau, die Strecke war blockiert. Die Zählstelle mußte umgebaut werden. Da zum Zeitpunkt des Abbruchs keiner einen Überblick über die Platzierungen hatte, wurde kurzerhand ein Neustart angesetzt.
Die Strecke war ca. 12 km lang und führte ohne Weg steil den Wald rauf
und
wieder runter, es fuhr sich ein schmaler Singletrial aus, Feldwege zum relaxen
waren praktisch nicht vorhanden. Die Auffahrten waren z.T. so steil, dass ich
schon kämpfen mußte und die sich herausfahrenden glatten Wurzeln haben mir zu
schaffen gemacht und mein ganzes Fahrkönnen war gefordert. Die steilen
Abfahrten ließen sich nur im 1. Gang, in den Rasten stehend tastend herunter
rutschen. Dank dem neuen Vorderreifen fand ich auf dem Waldboden immer genügend
Grip.

Vom Boden her war nur weicher Waldboden mit Wurzeln im Angebot, ich war bei meinem Überschlag dankbar, dass ich nach 2 Saltos bergab weich landetet, die Wurzeln haben aber so machen harten Schlag auf die Gabel und Hände verteilt.
Ich habe (altersbedingt?) den Fahrrythmus ein wenig vermisst, der Kampf mit der Strecke stand im Vordergrund.
Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, warm und trocken, aber gegen 14.00 Uhr zog ein Unwetter auf, dass mit Hagelschlag und Starkregen den Veranstalter zum Rennabbruch zwang, "frugi" fand das schade, denn auf den glitschigen wurzeldurchsetzten Auffahrten über holte der Fahrer um Fahrer.
Ergebnis:
Gefahren sind wir insgesamt 10 Runden,
Fazit:
Amateurhaft organisierte Veranstaltung, für eine Rennserie bei der KTM als
Promotor auftritt schwach, Stecke eher schwer, keine kastrierte MC-Strecke,
sondern 100% Enduro.
Mr. 40-Stroke