So,
nun habe ich ein Problem !
à
wie soll ich die Freude, die Begeisterung, den blauen Himmel, das Erlebnis, die
tolle Gruppe, die Berge, die Höhe, die Zufriedenheit nach der Befahrung des
„Höchsten Punktes“, die gemeinsame abendliche Pizza mit 14 Mann beim
Brussaceur in Cesana, die geschundenen Gesichter nach dem Colle deRho und so
weiter.......... in Worte fassen ??
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Das Treffen der Kulturen
(Text Mr. 40-Stroke, Fotos Mr. 40-Stroke, „frugi“,
Rollo, HeideRaider)
Als „Alpha-Tierchen“ oder „Organisationsscheff“, oder „Mutter der Kompanie“ wurde ich schon bei der Abfahrt in Cesana unter Druck gesetzt so bald wie möglich meinen Bericht in Netz zu stellen, damit man lesen, und dann zu Hause erzählen kann, wie die Tour war, denn wenn man das nur den Kumpels erzählt, die glauben es nur wenn es auf der EEG-Homepage nachzulesen ist ...........
Nach 3 ½ Fahrtagen mit 520 km rund um den Chabo fällt es nicht leicht Worte zu finden – ich will es trotzdem versuchen !
Teilnehmer:
Sektion München
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Sebbb
EXC 520
„Ich bin Tierfreund, macht
mich zur Schnecke“ |
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HeideRaider
WR 426
„Wart ma, ich muß schnell Umbedüsen !“ |
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DrosselJörg
EXC 520
“If you can
contorol it, You`re not fast enough“
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Mr. 40-Stroke
EXC 520
„Über
Gewicht spricht man nicht, Übergewicht hat man“ |
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Erhacht
EXC 400
„Ankommen
?, ich denke ich habe die Chance auf eine Möglichkeit !“ |
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„frugi“
EXC 525 „Aufgeben
?, kenne ich nur in Verbindung mit Päckchen“ |
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Rollo
WR 400
„Manche treiben Sport, andere haben Kickstarter !“ |
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Schnorry
EXC 450
„Zu
Allem Bereit, zu Nichts zu gebrauchen“ |
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Sektion Darmstadt:
Dealer Jochen WR
450
„Mit
aan klaanerem Ritzel warat i weiter aufi kimma !“ |
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Sektion „Neu-5-Länder“: (alle mit Zweedaggdrn)
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Ives
EXC 380
„Mischen
ist männlich !!, und ich faaa `ne 380er 2Takt !! (deswegen der Kanister hinten drauf ...) |
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Denni
GasGas 300
„Jeder Arsch fährt soone Harekirschna Karre, ich nich !!“ |
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Carlo
GasGas 300
„Früher
jung und leichtsinnig, heute nur noch ........“ |
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Jens
EXC 300
„Überdreißig
– Übermotiviert – Übermotorisiert !!“ |
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Hachtmut
Husky WR 250 „Lieber
gut drauf, als verletzt drunter“ |
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Die Sektion „Neu-5-Länder“ wurde durch Stau aufgehalten und erreichte etwas verspätet das Hotel.
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Vom Gipfel M. Fraiteve querten wir die Asietta-Kammstarße
und erklommen noch P. Montcrons (2.500m) über die für Endurofahrer
ausgeschilderten langen Singletrials. Das
erste Gipfelkreuz war erreicht ! rasch die Fotos gemacht und wieder runter nach
Cesana, denn so allmählich ging uns die Sonne aus, es waren doch noch 70km
zusammengekommen.
Sonne, blauer Himmel, sommerliche Temp. und die Erwartung einer tolle Tour ließen die Jungs um 7.30 Uhr am Frühstückstisch sitzen, gegen 9.00 Uhr war die Brotzeit für alle eingekauft und um 9.30 Uhr ging`s los.
Für heute war eine lockere Einrollrunde angesagt, d.h. ab Cesana – Oulx – Cchateau – Bierhügel – Rif. Rey – Fort Bramafan – Colomion – Fort Mulatieri – Bardonecchia – Colle de Rho – Bardonecchia – Oulx – Cesana (140km Schotter)
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Alle Dramen hier zu beschreiben sprengt den Rahmen, nachfolgend eine kleine Auswahl:
Sebbb – baggerte sich mit seiner „Kängeru-Hüpf-Technik mit kleiner Hilfe nach oben, KTM und er kochten
Erhard – ließ die kochende 400er-EXC in oberen Drehzahlregionen jaulen und baggerte sich Stück für Stück rauf
Dealer Jochen – ohne Rücksicht auf das Material fräste er den Berg nieder, der Reifen ließ 50% Profil liegen
Carlo – ohne Hilfe keine Probl.
DrosselJörg –
ohne Hilfe mit immer 110%, aber nur bis zum Fort, dann war die Luft raus -
weiter ging`s nicht.
(es fehlten die Anlieger ....)
HeideRaider- die WR426 und er kämpften an der Leistungsgrenze, dank seinem feinfühligem Fahrstil und seiner „Radl-Kondition“ kommt er gut hoch
Denis – ohne Hilfe keine Probl.
Jens – so etwas hatte seine 300er 2T und er noch nicht mitgemacht, kochend (er + KTM) stand er im Hang, kraftmäßig war am Fort Schluß.
Schnorry – 3 Versuche bis zum Busch, dann war kraftmäßig Schluß und der Schwiegermutterweg rief.
„frugi“ - ohne Hilfe keine Probl., aber kochend mit rekordverdächtigen Öltemp. (über 145 °C !!)
Jves – wegen abgebrochenem Kupplungshebel im unteren Teil, wieder runter und Schwiegermutterweg
Hartmut – entschied sich gleich für den Schwiegermutterweg
Rollo – entschied sich gleich für den Schwiegermutterweg
Der alte Mann und das (Stein
-) Meer
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dann war ich an der 2. Bachquerung. HeideRaider hat ein schönes Video gedreht, das diesen Blockpass in Bewegung zeigt. Die weitere Strecke bis zum Fort war nicht weniger einfach, baggern – mitfußeln war angesagt, ich habe z.T. alle 200m kleine Pausen gemacht. Meine EXC hatte mit 125°C gerade Betriebstemp. erreicht als ich am Gipfelkreuz ankam.
Das besondere an dieser Auffahrt waren diesmal die Geschwätze im Vorfeld, endlich sollte der „alte fette Sack“ (ich) abgeledert werden. So kam es, dass ich als letzter startete und die, die schon bis zur 2. Bachdurchfahrt gekommen waren, sich im Bereich des Busches auf die „Zuschauertribünen“ setzten und meine Auffahrt beobachteten. Aber nix war`s ! in einem Strich im 2. Gang bis zur 2. Bachquerung ließ die Jungs staunen und mein Ego wachsen.
Relaxen am Gipelkreuz war jetzt angesagt, Seniortours machte sich nach dem Cappo am Bahnhof in Bardonnecchia auf den Weg nach Cesana, Competition-Group arbeitete sich noch im Wald zwischen Chateau und Oulx auf.
Pizza + Rotwein beim Brussaceur in Cesana rundeten den Tag harmonisch ab.
Als Überschrift habe ich „Treffen der Kulturen“ gewählt, diese Überschrift ist in 2-facher Weise zu verstehen:
- „Neu-5-Länder“ in Italien à „was issn Diramisuh ? – Sooneschnitte, Du Hirsch – achso, können di das nich hinschreiben ?“
- „Alte Bundesländer treffen Neu-5-Länder“ à siehe nachfolgenden kleinen Sprachführer:
- Boah, die sieht ja
richtig Scheiße aus =
die Pizza macht optisch einen guten Eindruck
- Ich fühle mich wiene Nutte nach der Preissenkung = es fehlt mir noch die morgendliche Frische im Gesicht
- Hee, Schefflein hastnoch Woscht ? - Herr Ober, könnten Sie bitte die Frühstücksschinkenplatte aufffüllen ? – (Anmerkung – der Ober brachte dann die Käseplatte.....)
- Du siehst ja aus wie 2x durch nen Elefantenarsch gezogen, nehh = Dein Gesicht ist etwas mit Staub beschmutzt.
- Die hat ja Traummaße 90/60/90 ! – pro Bein = ...........................
- Ober, ich will keene Salami !, wennde Salami bringst bibbs was ! = Herr Ober, ich hätte gern eine Pizza ohne Salami
- Jvesstarterkomma, nehh - Hallo Ives, mein Motorrad lässt sich schwer starten, kannst Du bitte versuchen es anzutreten ?
- Hannoweiser = bitte diesen Weg fahren
- ich wird beklobbt, nehh = das war sehr gut !
-
...........................
Es war Freitag und es war Sommer, der ideale Tag um den Chabo in Angriff zu nehmen. Zur Auflockerung ging es über Sagnalonga ins Skigebiet von Montgenevre und zum Widowmaker. Schon von weitem war die Auffahrt zu sehen und unsere Rookies zollten Respekt. Ich hatte noch nicht den Helm wieder festgezogen, da hörte ich schon unten am See DrosselJörgs EXC aufheulen und in die Auffahrt stechen, 3. Gaaaaaaaaaaaang – 2.Gang – oben.
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Rollo hat, neuerdings mit Yamaha-Power unter dem Hintern, keine Berührungsängste mehr und er trieb die WR 400 erbarmungslos nach oben. Auch Dealer Jochen vermisste den Handtuchslalom im Anlauf um den See nicht, denn außer uns war auf ganz Sagnalonga niemand, er drehte die Yammaermaha in höchste Drehzahlregionen und katapultierte sich nach oben.
Abfahrt nach Cesana über Sestriere, über die Asietta (Brotzeit im Skigebeit Sauce de Oulx bei Sportina) zum Rif. CaiaoPais. Alberto empfing uns leicht lächelnd (oder doch stoned ??? – es hat sich nix geändert !!!), wir kippten einen Cappo ab und füllten die Trinkruchsäcke. Oulx – Chateau – goldener Weg – Chobo – goldener Weg – Oulx – Cesana war für den Nachmittag angesagt.
Sebbb: --> das ist der Gipfel ! |
Der Ausspruch von Jens (300er 2T KTM) widerspiegelt die Stimmung der „Neu-5-Länder“:
„Wenn mir einer vor 15 Jahren gesagt hätte ich würde mal mit einem österreichischen Motorrad auf einem italienischen Berg am Gipfelkreuz stehen, ich hätte ihn für verrückt erklärt !“
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Der Samstag sollte eine nette Rundtour zum Abschluß bringen, keiner hatte mehr Lust sich mehr als nötig zu schinden, erst den Sommellier rauf und runter, oben auf dem Plateau sind die alten Baracken abgerissen, das Plateau wurde eingeebnet.
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Während unserem „Gelage“,etwas oberhalb des Somellier-Stausees an Rande des Schotterweges hockten sich 2 Männer in unsere Nähe und fragten ob es hier nach Frankreich geht. Es stellte sich heraus, dass die beiden Burschen aus der Türkei sind und illegal über die Grenze nach Frankreich wollen. Da die beiden nur in dünner Hose, Hemd und leichten Schuhen unterwegs waren gab es über den Gletscher am Sommellier keinen Weg. Mit einer Wanderkarte von uns, dem übriggebliebenen Brot, Käse und Wurst schickte ich sie zurück nach Bardoneccia und auf den Col de Rho, dort hatten die beiden eine Chance französischen Boden zu erreichen.
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Für uns stand er Jafferau (2.850m) an.
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Dealer Jochen hatte für die abendliche Pizza ein neues „Restaurant“ mit Namen „Why Not“ ausfindig gemacht, das war da wirklich nett, denn es entpuppte sich als Teeni-Disco, die Pizza war jedoch wirklich gut, die Musikauswahl war nicht ganz im Bereich der „Randfichten“ mit „Lebt denn der alte Holzmichel noch ....“, auch haben wir den Altersdurchschnitt in ungeahnte Höhen geschoben. Auch unser jugendlicher Frühstücks-Kellner, morgens immer im Frack, stand da in Freizeitkleidung bierseelig lächelnd (er sah am folgenden Morgen nicht so ganz frisch aus, was unsere „Neu-5-Länder“ zu dem Spruch (Der sieht ja aus wie `ne Nutte nach der Preissenkung) hinrissen.
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Ein
kurzes Resümee:
Die Truppe aus „Neu-5-Ländern“, münchner Fischkopp, Münchner, Bayern und Hesse war ein Genuß, die 520km Fahrstrecke in den 3 ½ Tagen war fahrerisch und landschaftlich wieder ein Highlight, es war eine richtig tolle Chabo-Tour. Das war Endurofahren im Hochgebirge in der schönsten Form.
Auch motorradseitig waren alle top vorbereitet, wenn man bedenkt 14 Motorräder a` ca. 500km (= 7.000km) und nur 1 Kettenriss à wirklich erstaunlich.
Die selbstständige Aufteilung in Senior-Tours und
Competition-Group hat perfekt geklappt, auch haben wir nur 1x jemanden
kurzzeitig verloren, der "Hannoweiser" hatte eine Kreuzung nicht mehr
im Hirn und so ist Jens zu weit den Berg runter gefahren, Sorry, das Fahren in
der Gruppe war immer perfekt, es gab keine Wartezeiten, usw. -->es war
einfach klasse !
Also, ein Dank an die Jungs, die mir als
„Organisator“ das Leben leicht gemacht haben und
einen
Dank an Dealer Jochen, der sich als "Alpha-Tierchen2"bzw. als
Führer der Competition Group sehr gut gemacht
hat -- auf ein nächstes Mal.
Mr. 40-Stroke
P.S. die sehenswerten Videos und Fotos werden auf DVD gebrannt den Teilnehmern oder Interessenten zugängig gemacht, Teilnehmer erhalten automatisch eine Info.