IGE-3-Stunden-Enduro Reisersberg 31.5.2003
(Text + Fotos Mr. 40-Stroke+frugi)
Aaaaaaaaaaaaaauahhhhhhhhhhhh ! und Vollbremsung auf den nächsten Autobahnparkplatz, ich hasse es wenn ich die Quittung für "nicht altersgerechtes Verhalten" erhalte !
Peter grinst ich an und sagt, dehnen, Du mußt ihn, dehnen und im Vorfeld
Magnesium nehmen.
Nach 5 Minuten hatte ich den Oberschenkelkrampf gelockert und wir konnten
weiterfahren. Nachdem es bisher nur den rechten Oberschenkel erwischt hatte,
wiederholte sich das gleiche Spielchen 20 Minuten später mit dem linken
Oberschenkel.
Was war geschehen ?
Samstagmorgen um 6.00 Uhr starteten wir bei Peter mit meinem BMW und dem
Anhänger Richtung Reisersberg zum IGE-3-Std.-Enduro. Die Abnahme war schon
gegen 8.30 Uhr angesetzt, so hieß es angasen. Die erste Überrundung stand in
Höhe Landshut an, als wir mit 140 km/h an Schnorry vorbei flogen. Vor Ort
angekommen schnell die Abnahme gemacht und ein schattiges Plätzchen im
Fahrerlager gesucht, das uns eine schöne Aussicht auf die Strecke ermöglicht.
Beim Peter stand noch schnell eine Grundüberholung der Katty an, aber das ist normal.

So, den Liegestuhl ausgepackt, Beine hoch und in der Entfernung die Deppen
beobachten, die im Schlamm und Staub sich abmühen. 2 Liter Wasser und eine
Currywurst mit Pommes später waren wir an der Reihe.
Dottore Erhard, "frugi", Schnorry, ein Freund von Erhard und ich, wir schoben die KTMs an den Start, kurzfristig hatten DR-Peter und Drossel-Jörg noch abgesagt.
Uns erwartete eine endurotypische Strecke mit schnellen Anliegerkurven,
kleinen Wegen, Waldpassage mit Auffahrt, Auffahrten ohne Anlauf und ein ca. 200m
langes Bachbett, das mit zusätzlichen Steinen verfeinert wurde. Alles was
Enduro ausmacht war auf ca. 4 km komprimiert.


Von der Starterliste her hat sich seit der Einführung der
German-Cross-Country-Serie einiges getan, die Starter waren so verteilt:
Gr. Viertakter 34 Starter
Senioren
33 Starter
Teams
13 Starter
Das zeigt, dass die Chaoten wegbleiben, dafür sich die Senioren einen schönen
Nachmittag machen wollen.
Zum Rennen:
Start auf frisch bewässerter Strecke eher glitschig, sehr staubig auf den
Wegpassagen, das Bachbett bergab kniffelig zu fahren, die Steine, die Kanten und
das Wasser forderten das Fahrkönnen heraus.
Fotos IGE-online
Erhard, sein Freund und Schnorry
versuchten einen Fahrrhythmus zu finden, "frugi" gaste ziemlich an,
ich schaute erst mal rum, denn das Bachbett hatte ich bis dahin nicht gesehen, da
mir das zum Gehen zu weit weg war. So war ich in der ersten Runde doch
überrascht.
Die Rundenzeiten lagen bei:
| durchschnittl. Rundenzeit | schnellste Rundenzeit | ||
| "frugi" | 8.30 min | 8.03 min | durchgefahren ohne Pause, nach 2.15 std hat die KTM den Betrieb eingestellt |
| Mr. 40-Stroke | 9.00 min | 8.26 min | durchgefahren ohne Pause |
| Schnorry | 10,45 min | 9.16 min | nach 2 std längere Pause gemacht |
| Erhard | 11 min | 10.03 min | ab und zu mal 5 min Pause |
Ich habe 2 Runden mit Erhard gefahren, ein paar Spuren gezeigt und
gesehen, dass er fahrtechnisch einen Schritt voran gemacht hat, aber der
Grundspeed noch fehlt, in scheren Passagen hat er sich gut gehalten, auch die
Einteilung der 3 std. war gut.
Schnorry habe ich einige Male neben der Strecke, an ungewöhnlichen
Stellen, stehen sehen (da war er immer Passagier auf der KTM und fuhr dahin wo
die KTM hin wollte....), auch die längere Pause nach ca. 2 std. Fahrzeit zeigt
noch Trainingsbedarf, seine schnellste Runde (nach der Pause) zeigt, dass er es
dann noch mal wissen wollte --> Respekt.
"frugi" war recht flott unterwegs, er hatte eine guten
schnellen Rhythmus gefunden und er hat mich nach knapp 2 std überrundet,
fahrtechnisch hat er, selbstkritisch eingestanden, noch Trainingsbedarf, da wo
ich durch das steinige Bachbett in den Rasten stehend runter trialte, fusselte
er mit vollem Krafteinsatz durch, die Blasen an den Händen zeigten das
deutlich, nach 2.15 min ging die KTM aus und ließ sich nicht mehr starten, er
mußte aufgeben und seinen dicken Hals abkühlen.
Ich war locker unterwegs, der Staub und die eingeschränkte Sicht ließen
mich vorsichtig zu Werke gehen, ich hatte Spaß !, als nach 2 1/2 std Schnorry
sich hinter mich hängte und mich überholte ließ ich kurz die Sau raus und
über holte ihn gleich wieder an einer Stelle wo er glaubte schon mit max Speed
unterwegs zu sein, kurz danach hatte ich eine Begegnung der 3.-Art (die KTM
versprang mit dem Hinterrad in einer schnellen Kurve und wollte mich überholen,
da habe ich dann auf Grundgeschw. zurückgeschaltet und nach 2.45 std.
aufgehört). Das meine Katty eine Motoröltemp. von 110°C während der
Veranstaltung hatte zeigt, dass nicht nur die Fahrer gefordert waren............
| gefahrene Runden | Platz/Starter | |
| "frugi" | 15 | ausgefallen |
| Mr. 40-Stroke | 18 | 14/32 |
| Schnorry | 13 | 20/33 |
| Erhard | 13 | 19/33 |
Fazit:
Schöne Veranstaltung, schönes Drumherum (schönes Fahrerlager, schöne Strecke,
Duschen, Toiletten, Moppettwaschplatz,
preisgünstige Bewirtung) wir werden wieder kommen.
Achja, und dann beim Ergebnisaushang eine Überraschung, der schnellsten Senioren (1. und 2. Platz bei den Senioren) haben genauso viele Runden zurückgelegt wie der Sieger der Teamstarter (2 Fahrer/2 Moppetts die sich abwechseln), nur in der Gesamtfahrzeit waren die Senioren auf 3 std. 10 sec langsamer, im Vergleich zu den gr. 4-Taktern haben die ersten beiden Senioren sogar 1 Runde mehr gefahren..................... (soviel zum Alter !)
Mr. 40-Stroke