KTM-Adventure-Tours 2003  (Text Jürgen)

Von 22. 25.5.03 fand die KTM "Alpentour" statt, die ich letztes Jahr schon frühzeitig gebucht habe. Donnerstag nachmittag war treffen im "Basis-Hotel" Marlstein in Ochsengarten-Kühtai südwestlich von Insbruck. Geballtes Orange vorm Hotel. Überwiegend 450er und 520er EXCs, eine handvoll 2-Takter und ein paar LC4, wobei meine wohl mit Abstand die fetteste war.
Noch am Abend gab es dann die erste "Sonderprüfung" (wobei die Zeitnahmen hier und auch später nie funktioniert haben) vom 1800m hoch gelegenen Hotel auf den Berg dahinter. Der Regen ging oben dann in Schnee über. Nichtsdestotrotz haben sich dann alle 30 Teilnehmer oben auf dem Berg im Gelände verteilt und sich ausgetobt.
Freitag morgen hörte der Regen dann pünktlich auf. Die Teilnehmer haben sich dann je nach selbst eingeschätzten Können und der Erfahrung aus den Vorjahren auf 6 Gruppen mit dann je 3-6 Teilnehmern verteilt.
Da mein Fahrkönnen umgekehrt proportional zum Gewicht meines Mopeds steht, hab' ich mich in die vorletzte Gruppe mit 3 EXC und einem LC4 Fahrer einsortiert.
Die Guides waren alle aus der Gegend und kannten prima aus. Wir sind dann überwiegend unter Mißachtung sämtlicher Verbotsschilder (so etwa 30-40 am ersten Tag) Feld- und Forstwege gefahren. Da die Gegend ziemlich alpig ist, gings oft auch recht steil zu. Zwischendrin verendeten die Forstwege auch in Wanderwege und weniger. Einige der Steilauffahrten waren für mich grenzwertig. Vor allem ein paar felsige Bachbetten, garniert mit losem Geröll haben das Kühlwasser und meine Birne ziemlich warm werden lassen. Die in Rumänien von unsern Jungs entwickelte "Präventiv-Gas" Methode hat sich zumindest teilweise hier bewährt. So bin ich (fast) überall hoch gekommen, was vor allem dem schweizer 450er EXC Fahrer aus unser Gruppe nicht oft vergönnt war. Sein nagelneues Moped wurde nach den 2 Fahrtagen primär von Kabelbindern zusammen gehalten.
Die ersten Gruppen haben sich so richtig die Kante gegeben. Die Strecken variierten dort von schnellen Schotterpisten bis trail in den Bergen (teilweise nicht mehr fahrbar und nur mit vereinten Kräften zu bewältigen), womit auch die guten Fahren angemessen gefordert waren. Der Offroad-Anteil war vor allem in den ersten Gruppen sehr hoch.
Der Samstag lief dann bei bestem Wetter ähnlich ab. Am Abend war dann Schluß mit Umtrunk und KTM T-Shirt und Überlebendsbescheinigung.
Alles in allem eine gut organisierte Veranstaltung mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten (mehr, als im alpinen Österreich zu vermuten ist), was sich auch in der hohen Zahl der Wiederholungstäter ausdrückte.
Bis dann,
Jürgen

(Anmerkung vom WEB-Knecht:  280,- € für die Tour alles incl., sogar bezahlbar)