Saisonabschluß 2002 Großkochberg
Wasser von oben, Wasser von unten, Dreck von vorn, sintflutartige
Regenfälle, das war das Credo vom Samstag, trocken und zum Teil sonnig so war`s
am Sonntag.
Tobi 520er
Motorschaden
Thomas Husky wegen schlechter Vorbereitung
nach 40km ausgefallen, So. mit notdürftig geflicktem Moppett wieder dabei
"frugi" 520er
Kupplungshebel gebrochen
Klaus `bergl
E-Starter ausgefallen, Holzsplitter in der Hand, der operativ entfernt wurde
mußte
DR-Peter 520er
Jörg W. 520er Bremsbel.
abgebremst
Stefan
520er
Hanno 520er
Aufkleber EEG von Abschleppseil durchgescheuert
Spassig war`s, und richtig gut !
Noch mal herzlichen Dank für die tolle Vorbereitung und ortskundige Führung an
die Jungs aus den ehemals neuen Bundesländern!!
Aber mal wieder will ich bei der Anfahrt beginnen.
Der freitägliche Stau war von Weste und Süden nett, ich kam von einem
geschäftlichen Termin, diesmal auch von Westen und traf mich mit K.Günnie
zwischen Eisenach und Erfurt aufn Cappo und wir fuhren gemeinsam die letzten km.
Meine 520er hatte ich anfangs der Woche bei "frugi" abgestellt, er hat
meinen Hänger mit 520er an den Non-Turobo-Diesel-Bus gehängt und nach Camburg
gezogen.
Angekommen in Camburg erwartete uns die versammelte MCC-Gang und ein deftiges
Abendessen mit kräftigem Fettenbrot und Leberwurst. Von dunklem Köstritzer
Bier über das Motorsportvideo bis zur Beam-Cola waren die Grundnahrungsmittel
vorhanden.

Da man sich inzwischen kennt war das Hallo groß.
Von der ursprünglichen "HaSch-Tours-Crew" stellten sich nur MudMan
und K. Günnie der Herausforderung. Aus der Münchner Trainingsgruppe waren noch
dabei MoosMan Tobi, Filzstift Thomas, "frugi", Drossel-Jörg und
DR-Peter. Mit mir waren wir 8 Wessies.
Die Vernunft ließ uns gegen 0.30 Uhr in die Betten fallen.

Der Samstag weckte uns mit starkem Regen, das hervorragende Frühstück von
den Eltern Hannich war der perfekte Start in den Tag.
Es hieß also Regensachen an, genügend Ersatzhandschuhe trocken im Rucksack
verstauen und raus in den Regen.
Drossel-Jörg mußte nur noch kurz Bremsbeläge wechseln, so kam er schon vor
dem Start schnell auf Betriebstemperatur (man sollte aber schon die
"richtigen" zur Hand haben....).

Direkt am Start stellte sich heraus,
dass Thomas nur noch die Kette und das Kettenschloß montieren mußte, das
stellte sich aber als schwierig heraus, da er die neue Kette mit 4 anderen
Kettengliedern notdürftig verlängert wurde, das Kettenschloß aber nicht in
beide Kettenenden gleichzeitig passte, Jves war der Retter in der Not, er hat
mit roher Gewalt und der großen Zange das Kettenschloß mit Gewalt
reingedrückt. Genauer haben wir die Husky lieber nicht angesehen, denn beim
schnellen Blick stellte Jves fest:
- die Sitzbank war nur mit einem Kabelbinder fest
- das Schutzblech hinten war in 2 Teile gebrochen und auch nur mit Kabelbindern
fest
- die Kettenspannerschrauben fehlten, ................

Also leicht verspätet los. Aaaaaaber die Husky sprang nicht an, nachdem Thomas
entkräftet von der Husky sank übernahm Jves wieder die Gewalt zu Hilfe und
drosch auf den Kickstarter ein, dass der Husky nach weiteren 5 Minuten nichts
anderes übrig blieb als anzuspringen. Mit Verspätung ging es gegen 9.15 Uhr
zum gemeinsamen Treffpunkt mit den anderen.
Hallo Thomas, diese Kritik kommt aus der ganzen Gruppe und richtet sich nicht gegen
Deine Husky, sondern nur
gegen Deine Vorbereitung ! Das die Husky trotzdem läuft ist das Positive an der
Husky !
Unsere "Guides" fuhren Husbergs die älter als Deine Husky sind
................
Schnell stellte sich heraus, dass der starke Regen den Tag beherrschen
sollte. In Senken stand z.T. knietief das Wasser, auf abschüssigen Feldwegen
flossen Bäche und die Pfützen waren so tief, dass das Spritzwasser einem fast
die Füße von den Rasten zog. Wiesen und Felder waren in Bachnähe überflutet
und die Steilauffahrten waren schmierig und wenig griffig. Die Strecke führte
über Felder, Wiesen, durch Wälder und war trotz der widrigen schön zu fahren.
(der
Wasserdampf der heißen Moppett verklärt den Blick)
Inzwischen hatten sich die Kabelbinder zur Befestigung des Sitzbank
"verabschiedet" und Thomas hat zur Fixierung einen Holzstock
eingeschlagen ..............
(siehe Pfeil)
Nach ca. 1 1/2 Fahrstunden und 40 km kamen wir an einen (sonst) kleinen Bach,
den es zu queren galt. Der war tiefer als erwartet und MudMan und Thomas
soffen mit den Moppetts ab.

K.Günnie und ich entschieden uns keine nassen Füße zu holen und den Bach
mit Schwung zu überspringen, was auch ohne Probleme gelang, die mit den nassen
Füßen staunten.
Jetzt mußten Stefans 520er und die Husky von Thomas trockengelegt werden.
die 520er von Stefan wurde auf den Kopf gestellt, mit dem E-Starter das Wasser
aus dem Zylinder und Auspuff gedrückt, der Vergaser ausgeleert, der Luftfilter
wurde ausgewrungen und wieder eingebaut. Ein Druck auf den E-Starter und die
520er lief wieder.
Bei der Husky mußte der Vergaser zerlegt werden, die Ersatzzündkerzen hatte
Thomas vergessen einzustecken, sie befanden sich auf dem Besenwagen. Denkbar
schlechte Voraussetzungen. Jeder wurde zum Kicken eingespannt, aber kein Ton
....
Stefan erklärte sich bereit den Vergaser zu zerlegen und die Düsen zu
säubern, der Dreck der da zum Vorschein kam war nicht von dieser
Tour................
Inzwischen war das hintere Schutzblech schon im Rucksack verstaut, da die
Kabelbinder irgendwie und völlig unverständlich nicht gehalten
haben...............
Die Husky verweigerte trotzdem den Dienst, erst nachdem der Luftfilter
ausgewrungen wurde kamen die ersten Lebenszeichen. Nach über 1 Stunde waren wir
alle durchgefroren und nass, es wurde Zeit dass wir uns wieder warm fahren. Es
ging aber nur 5 km dann blieb Thomas erneut stehen, denn zwischen
Luftfilterkasten und Radabdeckung tat sich ein Spalt auf, durch den das
Hinterrad das Wasser voll auf den Luftfilter schaufelte.
Es ging noch weiter, denn beim Starten funzte der E-Starter von K.Günnies
Husaflach nicht mehr, außer einem Klack Klack machte der E-Starter nichts mehr,
da hilft nur die degenerierte Beinmuskulatur zu bemühen.
Die unendliche Geschichte wurde beendet und Thomas von "Besenwagen"
abgeholt.
Wir kamen wieder in Fahrfluss und querten die schöne Landschaft, Wälder,
Felder, Wiesen.
Besonders in Erinnerung blieben mir die knöcheltief überschwemmten Felder, die
wir wie der "Silver Surfer" im 3. Gang bei Höchstdrehzahl querten.
Ebenfalls immer wieder ein Genuss die langen wurzelduchsetzten Auffahrten, wo
K.Günnie so seine Schwierigkeiten hatte.
Wir erreichten gegen 13.00 Uhr Magersdorf und in der bekannten Dorfkneipe
waren die Rouladen, der Wildschweinbraten und die Pute mit Knödeln schon
bestellt.

Ausgezeichnetes Essen, die Möglichkeit trockene Sachen anzuziehen und
den "Tankwagen" zu treffen machen aus den Stopp eine ausgezeichnete
Pause. MudMan Stefan hat mit 5 Knödeln einen neuen Rekord aufgestellt und ich
bin am überlegen ihm einen neuen Codenamen zu geben - "Stefan der
Knödelverputzer".
Bitte seht mir nach, dass ich bei den Wetterverhältnissen nicht weiter fotografieren konnte, aber meine Kamera war mir zum Vernichten zu schade.
So, frisch gestärkt, trockene Sachen am Körper, trockene Handschuhe und neue MC-Brille und schon macht das Wetter nix mehr. Es regnete in Strömen weiter und die Strecke führte über weitere 40 km Richtung Schloss Großkochberg. Der nächste Bach stand uns im Weg, das Brett das als Notbrücke diene war weggespült, so blieb nur mit Anlauf über den Bach zu springen. Also Anlauf auf der überschwemmten Wiese, abdrücken an einer kleinen Kante und rüber hopsen. Das war kein Problem, aber der Eine oder Andere hatte bisher im Training das Springen nicht geübt und so war die schnelle mündliche Einweisung erforderlich. Mit "Schiss in der Hose" hat so mancher den Bach überhopst.
Eine 600er Husaflach hat den Sprung über den Bach nicht geschafft und Fahrer
und Moppett sind bei der Landung umgekippt. Die 600er war nicht mehr zum
Leben zu erwecken und mußte auf der sumpfigen Wiese angeschleppt werden. Aber
schmerzfrei wie die Jungs sind haben sie auch den Bock wieder zum Laufen
gebracht.
Bergauf, rein in den Wald, runter ins Tal über die Felder, Bach oder Straße
queren, die Felder wieder rauf in den Wald und so weiter immer "Diretissima", so kämpften wir uns
Richtung Süden.
Zwischenzeitlich mußte noch ambulant ein Kupplungshebel an "frugis"-520er gewechselt werden, denn so langsam kroch die Dunkelheit heran. Über ein steiles schmieriges Feld beschleunigte ich neben Tobi die 520 ist im 3. Gang. Bei Höchstdrehzahl gab Tobis 520er plötzlich ungewöhnliche laute Geräusche von sich und die 520er verlor schnell an Leistung. Tobi rollte mit Motorschaden aus
Der "Besenwagen" war telefonisch nicht erreichbar, so blieb mir nur
übrig Tobi mit dem Seil die letzten km zum Schloß zu ziehen. Während, bei
beginnenden Dämmerung, die anderen im Wald verschwunden suchten wir die
nächste Straße. Auf der Bundesstraße kamen wir mit 50 bis 70 km/h recht flott
voran.
2 vollkommen verdreckte Endurofahrer, 2 Enduros ohne Kennzeichen, der hintere ohne
Licht, der eine schleppt den anderen ab, bei einbrechender Dunkelheit im Regen
rauschen mit 70 Sachen an der Polizei vorbei, die auf einem Parkplatz auf
Verkehrssünder warten. Mir war sofort klar, dass das nicht so doll ist. Zu
Glück kam nach ca. 300m eine Ortschaft. Wir sind recht flott in die erste
Straße eingebogen und hatten uns gerade hinter einem parkenden Auto geduckt, da
rauschte die Polizei vorbei, Schwein gehabt !
Nach 10 Minuten koppelten wir und wieder zusammen und ich schleppte Tobi zu
Schloß.
Während wir erst ankamen waren die anderen schon im Schloß und ließen sich
die Bierchen schmecken. Die Abenteuer des Tages wurden erzählt und DR-Peter
stellte fest, dass das Sonntagstraining gut ist und das alle Schwierigkeiten
hier in freier Wildbahn anzutreffen sind. Das mit dem Springen will er üben.
Das Abendessen schmeckte wie üblich vorzüglich, danach packte ich das
3.500,- € Laptop aus und Stefan den 5.000,- € Beamer und wir warfen die
Chabofotos in der Größe 2x4 Meter an die Wand - das kam gut !!!!

Es wurde noch geredet und getrunken bis 3.00 Uhr, Drossel-Jörg hielt als
einziger Wessie durch.
Sonntag sollte um 9.00 Uhr gefrühstückt werden, aber ........ es wurde
10.00 Uhr.
Thomas und "frugi" sind am Sonntag 1 1/2 std. früher aufgestanden und
haben die Husky notdürftig wieder zusammen gesteckt.

Das Wetter hatte sich über Nacht gebessert, der Regen hat aufgehört und die
Sonne lugte hervor.
Ich konnte den Tag nicht weiter begleiten und mußte nach dem Frühstück die Segel Richtung München setzen, da Tobi wegen dem Motorschaden nicht fahren konnte habe ich ihn + 520er kurzerhand aufgeladen.
Ab jetzt kann ich die Geschichte nur aus den Erzählungen der Anderen in
Kurzform zusammensetzen.
Aufgrund der verbesserten Wetterbedingungen konnten einige schöne Auffahrten
gefahren werden, die Bodenbedingungen waren deutlich verbessert,

Es hat alles gepasst, schöne Pausenstellen, ordentliche Auffahrten, traumhafte
Rundblicke über das Saaletal, der vereinbarte Tankstopp usw. - es war ein
geglückter Abschluß.
Der "frugi" hat seine künstlerische Ader entdeckt und das
nachfolgende Foto seiner 520er auf den Fotochip gebrannt:

Den letzten Fahrtag beschloss MudMan Stefan mit einem Defekt am Killschalter
(durch die Tauchaktion vom Samastagvormittag war Wasser eingedrungen), aber bis
das gefunden war ...................
Zurück am Ausgangsort wurde zusammengepackt und sich wieder in Deutschland verteilt.
Danke an unsere Führer, den Hannichbrüdern Denis und Ives und allen
Beteiligten, wie jedes Jahr haben wir ein wirkliches Highlight mitmachen
dürfen D A N K E !!! - dürfen wir 2003 wiederkommen ?
Mr. 40-Stroke
("frugi" hat noch ein paar schöne Videos gemacht, die auf CD bei mir
oder "frugi" erhältlich sind.)