Impressionen Bassenge / Belgien
von S-Hacky,
(Die Erlebnisse von Dealer Jochen sind deckungsgleich)
Also hier mal n´paar
eindrücke von besagtem Zweitages-Enduro letztes Wochende:
Muß vorab noch sagen, bin immer noch halber Anfänger und bisher nur so´n bißchen
IGE gefahren....da mir Totgau zu weit war und sonst nix anstand kurzerhand für
besagten Lauf genannt.
Sa. morgen FrankSt eingeladen und ab nach Bassenge..kleines Dorf igendwo in B...
Abnahme und Anmeldung absolut unproblematisch, Licht Hupe Tacho wollte man
sehen, 60 sec. Abnahme fertig!!
Die ersten sind um 14H00 gestartet, dann jede min. 3 Fahrer. Unser Start war um
15H13. Also so 220 Fahrer. Wir als letzte auf die bahn. Vorgabe zeiten waren: 1.
runde 01H05, zweite 43 min., dritte und letzte Etappe 25min. (was man sich
vorher alles schön aufgeschrieben hatte..hier nochmal meinen herzlichen Dank an
den Uli von MotoRumpf der uns das alles schön erklärt hat) joh, und los gehts!
Erstmal quer durch´s Dorf, dann ab durch den Wald und über paar feldwege bis
zur ersten Sonderprüfung. Hier startet jeder einzeln durch die Lichtschranke.
Im Wald ein paar steilere Auf-und Abfahrten, wo dann auch mal paar hinklatschten
und kleinere Stau´s entstanden, aber alles in allem machbar. Dann eine lane
verbindungeetappe bis zur ersten Zeitkontrolle, wo wir ein paar Minuten vor der
Vorgabezeit ankammen. Stempelkarte bereithalten, abstempeln lassen und die
zweite Etappe startete gleich mit der nächsten Sonderprüfung, die auch nicht
zu schwierig war (sandiger Boden, Berg rauf und runter, bißchen crossig..) dann
wieder ein langes Verbingunsstück, durch den Wald, viele Feldwege, teilweise über
die Landstrasse, bis zur Startstelle der dritten und längsten Sonderprüfung.
Der erste Teil im Wald und ziemlich matschig, kleines Vebindungsstück und dann
nochmal kreuz und quer durch Sandigen Boden. Wir haben 40 oder 45 min. für
diese Prüfung gebraucht. Am Ende dieser Sonderprüfung war dann auch die letzte
Stempelstelle. Die schwierigkeit der letzten Etappe zurück zum Parcferme
bestand darin, auf die kleinen Feile zu achten und sich nicht zu verfahren. Dort
angekommen (nach 60 km und ca. 2 std. fahrzeit) hatten wir gerade 10 min. zum
Auftanken (..die Moppeds und uns...), dann ging´s gleich weiter zur zweiten
Runde, die gleich viel flüssiger lief´ da man die Strecke ja nun schon kannte.
Das ganze also nochmal, und so um 19H30 glaube ich war auch diese Runde
geschafft. Dann gab´s erstmal Abendessen für alle Fahrer, war im Startgeld von
100 teuro enthalten, Hähnchen fritten salat dessert, wir hatten tierisch
Kohldampf und haben uns das wie die Tiere reingeschaufelt - dreckig und
verschwitzt wie wir waren. Umziehen lohnte auch nicht, da wir um 21H58 unseren
Start zur Nachtetappe hatten. Gleiche Runde, nur das ganze im Dunkeln. Ging erst
ganz gut, man muß halt langsamer fahren, nur irgendwo habe ich nicht nur meinen
Kollegen FrankST sondern auch den Rest vom Feld verloren und bin bestimmt über
ne Stunde mutterseelen allein durch die belgische Dunkelheit gebraust...war
aauch alles O.K. bis ich in der drittem Sonderprüfung im Wald, wo es
mittlerweile ziemlich feucht und sehr rutschig war, an einem schmalen Pfad an
eine stelle kam, wo vor mir ein Mopped parkte, vom Fahrer keine Spur. Um das
Mopped wollte ich dann drumrumfahren, war ein kleiner hang und weil´s so
rutschig war bin ich weggerutscht, ein Baum direkt zwischen die Räder..naja,
ertmal Motor aus und zack...steht man voll im Dunkeln in der Stille der Nacht.
Dann habe ich mal veruscht mein Mopped da raus zu zergeln und habe gleich
gemerkt, das ich da alleine keine Chance habe. Dann kam der belgier an dem das
Mopped gehörte das da parkte. Irgendwie hatte der jedoch keine Lust
mitanzupacken...ich spreche auch weder französisch noch flämisch oder was die
da so reden..und anstatt mit anzupacken setzt der sich auf sein Mopped und fährt
los, so 15m weiter wo es zwuar nur kurz , aber sehr steil einen Hügel raufgeht,
sehr sehr matschig und ne Spurrille einen haben Meter tief, und er kommt da
nicht rauf, wieder runter, Anlauf , versucht es nochmal und packt und packt es
nicht...in der Zwischenzeit habe ich noch ein paarmal verucht mein Mopped rauszu
ziehen, ging aber nicht, naja, ich dachte so gleich kommt bestimmt noch einer
vorbei der mir mal gerade anpacken kann...nur irgendwie kam und kam da keiner,
was mich sehr wunderte, da an der letzten Zählstelle noch einige hintermir
waren...
so stand ich also da, alleine, im Dunkeln, mitten im Wald, im matsch, völlig
fertig, verscheitzt, durstig (Trinkpack war schon leer)..und ein paar meter
weiter brüllte die GasGas des bekloppten belgiers beim 300sten Verusch diesen Hügel
rauf zukommen. Das ganze ging bestimmt fast ne stunde, bis plötzlich doch noch
ein Belgier ankam !! Der war vernünftiger, hat sein Landsmann motiviert und zu
dritt haben wir erstmal mein Mopped rausgezogen und dann an dem Hügel..........
Ich war also sehr glücklich das mein Mopped da raus war, und dann haben wir zu
dritt ein Mopped nach dem anderen diesen Hügel raufgetragen und waren total
fertig, als das geschafft war. Wir sind dann zusammengeblieben (sehr völkerverständigend,
so´ne action..) und dann kamen uns auch zwei Marshall´s entgegen, die
verschollene suchten.
So sind wir dann bis zum ende der Prüfung gefahren, wo die Stoppuhr leider
schon abgebaut war.
So bin ich dann nachts um eins völlig platt im Fahrerlager angekommen, wo schon
alles friedlich schlief, einschließlich meines Kollegen FrankSt, der dachte ich
würde mich in einer Disco mit den belgischen Mädels amüsieren...naja, wir´sind
dann erstmal einen Trinken gegangen, und so war´s halb drei bis ich es mir im
Auto bequem gemacht habe...
Um 9 am So. morgen wurde ich schon wieder geweckt und um 10 sind wir wieder
gestartet, es standen erneut zwei Runden auf dem Programm, die Sonne schien und
alles lief wieder bestens. Nur muß ich sagen gegen ende der zweiten Runde war
ich echt entkräftet. Hier mein Dank an den fremden auf KTM, der mir am zwei
Teuro für´n Würstchen am ende der dritten Sonderprüfung geliehen hat (mail
mich doch mal an wenn du das hier liest, wo ich dir Dein gld zurückgeben
kann..) na, ohne das Würstchen wäre ich bestimmt umgekippt.
So um 14Hoo glaube ich waren auch diese Runden geschafft, und ich war so platt
das ich fast gekotzt hätte...
Damit war aber noch nicht alles vorbei, es stand ja noch das Abschlußmotocross
auf dem Plan !! (wo ich echt an´s grübeln kam ob ich das noch schaffe...)naja,
wir im Pulk von so hundert Motorrädern quer durch´s Dorf zur
Crossstrecke...hier starteten immer zehn auf einmal für zwei runden, und die
habe ich dann auch noch geschafft. jo, zurück zum fahrerlager und das war´s.....
Mein Fazit:
Das war die schönste Veranstaltung die ich je gesehen habe. Die Belgier sind
wirklich witzig. Mein Dank an die Veranstalter und die vielen vielen Helfer !!
Sehr gute Stimmung überall, begeisterte Zuschauer und alles echt locker !!
Nächster termin: im Mai in Somniere oder so, siehe motorumpf.de
S-Hacky
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(Stephan)