Dolomiten-On-Road-Tour
3./4.10.01


Icke       Yammermah TT600S  36 PS
Hanno    KTM 520 EXC           57 PS

Stillleben mit Cappo    

Blick auf Marmolada


uns ging`s guuuut
              

Am Sella-Massiv

irgendwo in den Dolos

Passo Pordoi

250 km Fahrstrecke                   4 std. 20 min. reine Fahrzeit      
            

Saalbach, Bauers Skialm

Icke schaut wie der Profi Reifen wechselt und kauf sich einen Satz Pirelli

Foto Baboons-Network

9 Grad, Dauerregen

Die Helden

 

 

 

90 Jahre on Tour

Icke, der alte Sack, ist inzwischen 46 Jahre alt, addiert mit meinen  44 Jahren macht summa summarum 90 Jahre.

 

Wir alten Säcke entschlossen uns die Mopperts mal wieder auszuführen, beluden Ickes VW-Bus und fuhren von München bis kurz vor Bozen.

 

Als Vorbereitung hat Icke die TT vollgetankt und ich habe die 520er  mit der 15er Scheibe bestückt (15z-Ritzel statt 14z-Ritzel).

Icke hatte hinten einen abgefahrenen Metzeler Six-Days 1 drauf und ich konnte mit dem 1/2 abgefahrenen Barum MC-Reifen auch nix mehr anfangen.

 

Um 7.00 Uhr in München gestartet kam der Capucchino nach 30 Minuten Fahrzeit auf den Moppetts extrem gut. Bis dahin hatten wir das wild-romantische Eggental mit der Straße in der senkrechten, z.T. überhängenden Felswänden schon hinter uns.  So warmgefahren standen der Karerpass, der Fedajapass und der Passo di Giuda mit jeweils 1.500 Höhenmetern an.

 

 

 

An der Marmolada vorbei haben wir am Lago di Fedaja mal nen Docht abgebrannt und den Gletscher bestaunt.

 

 

 

Da in Italien ein normaler Arbeitstag war, waren die Straßen,  bis auf ein paar deutsche Touris, vollkommen leer. Wir schwangen die Moppetts um die Kurven auf der Ideallinie. In gleichmäßigem Drift (gebremst) in die Kurve, gleichmäßiger Drift (beschleunigt) wieder aus der Kurve, ein Traum, ich habe jeden Moppettfahrer versägt, die BMW-Fahrer mit Packtaschen und Topcase sind freiwillig in den Straßengraben abgebogen wenn ich mich im Drift vor der Kehre neben sie bremste ....

 

 

Vom Wetter her hatten wir einen Joker gezogen, d.h. Kaiserwetter bei ca. 20 Grad im Tal. Keine Wolke trübte unsere Fernsicht und durch den trockenen Nordföhn war der Blick in die Ferne traumhaft.

 

 

Was man auf den Bildern nicht sehen kann sind die intensiven Farben und Gerüche die auf einen während der Fahrt einströmen.

In diesem Stil folgte noch der Passo di Falzarego. Inzwischen hatten wir fast 3 Stunden Kurvenspass hinter uns gebracht und der kleine Hunger meldete sich.

 

In Cortina d`Ampezzo haben wir eine Mittagspause gemacht. Brot, Spaghetti, Parmesan, Wasser mit Gas und der Cappo danach kitzelten unseren Gaumen.

 

Weiter ging es über den Passo di Giau und den Colle St. Lucia und den Colle di Lana auf der großen Dolomitenstrasse Richtung Sella-Massiv.

 

Nun habe ich Icke mal auf die 520er gesetzt und bin selbst die TT 600 gefahren.


Das Ergebnis ist beeindruckend, so wenig Leistung hätte ich von der TT 600 nicht erwartet, die kopflastige Gewichtsverteilung ist gewöhnungsbedürftig, aber die TT liegt wie ein Brett auf der Strasse und durch das gute Drehmoment lässt sich bei runder Fahrweise ganz ordentlich bewegen.


Icke hat das Gas der 520er aufgezogen, das hat ihn nach hinten gedrückt und den Gasgriff noch weiter aufgezogen, die Kurve kam im D-Zug-Tempo auf ihn zu und er hat es fast nicht geschafft den Anker zu werfen.
20 PS mehr bei 30 kg Gewicht weniger haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

 

Passo Pordoi und Sellajoch mit jeweils 2.300m Höhe ließen das Grinsen im Gesicht immer breiter werden.

 

Die Kehren des Passo Pordoi haben mit meiner 520er perfekt harmoniert, Bremsdrift in die Kehre, umlegen, laaaangsam Gas, im Drift aus der Kehre, 520er aufrichten, der Hinterreifen greift, das Vorderrad steigt langsam,  auf dem Hinterrad zur nächsten Kehre, rein in die Eisen und das gleiche Spiel von vorn. Passo Pordoi voll !!!! gefahren max. 110°C Öltemp. am Gipfel (10°C Außentemp.!!!), der Hinterreifen sah aus wie von Valentino Rossi auf der 500er Grand-Prix gefahren

 

Der Blick am Sella-Massiv vorbei ins Tal von Wolkenstein zeigte Unmengen von Paraglidern und Drachenfliegern die sich zwischen Langkofel und Sella in den Himmel schraubten.

 

Im Zielraum der Herrenskiabfahrtsstrecke von Gröden nahmen wir den beeindruckenden Zielhang in Augenschein und bewunderten die letztjährigen Ergebnisse, Hermann Maier wurde nur 3.

 

Aber, jetzt langsam hatten wir Falten im Arsch und die letzten km zurück zum VW-Bus haben wir des öfteren die Hose am Hintern im Stehen glattgezogen.

 

In 6 1/2 Stunden haben wir 250km Kurven hinter uns gebracht, mein Tacho zeigt eine reine Fahrzeit von 4std. 20 min. an.
Das bedeutet eine Durchschnittsge-
schwindigkeit von 57 km/h.

 

Moppetts in den VW-Bus stecken war schon fast Routine. Den Brenner von Süden wieder rauf, nach innsbruck wieder runter und nach Osten ins tiefste Ösiland abbiegen war unser Programm.

 

Unser Ziel war Saalbach/Hinterglemm. Dort fand das Enduro-Festival statt. Icke hatte in Saalbach auf der Bauer-Alm die Übernachtung festgemacht. 

 

Dort angekommen gab`s erst mal ein deftiges Abendessen. Bierchen, Kippen und selbstgebrannter Obstler standen noch weiter auf dem Programm. Steffi und Sigi erwiesen sich als perfekte Gastgeber.

 

Gepennt haben wir auch, ich habe mit Ohrstöpseln gepennt, denn Icke schnacht noch immer wie ein schwangeres Waalross ......

 

Der Morgen empfing uns mit Wolken, die schon beim Frühstück die Schleusen öffneten und es regnete stark.

 

Trotzdem haben wir die Regensachen angezogen und sind runter zum Start des Enduro-Festivals gefahren.

Donnerstag standen Anmeldung und die geführten Enduro-Touren an, Freitag sollte das Hillclimbing stattfinden und Samstag fand das das 6-std-Enduro statt.

Rennbericht siehe HIER !!

Wir hatten nicht als Teilnehmer genannt, trotzdem versuchten wir die geführten Enduro-Tour mitzumachen. Es gelang uns nicht, was uns aber nicht sonderlich traurig machte, wir tourten ein wenig durch das Tal und auf die befahrbaren Almen.Gegen 14.00 Uhr waren wir patschnaß, verluden die Moppetts wieder und düsten nach München zurück.

 

Icke hat noch schnell einen Satz zugl. Enduroreifen für zusammen 199,- DM erstanden und er hat bestaunt wie der Reifenprofi den Hi.-Reifen wechselt.