23.6. - 30.6.  Chaberton-Tour 
("are you still allive ?")
 


Chaberton im Blick

 

 

 

 




    

 

Tja, Leute was soll ich schreiben ?

Es war wie immer, echt Klasse !

Mit dabei waren 2001:
Mudman
Sebb
Mr. 40-Stroke
The-Walking-2m
Dealer
K.Günnie
Ratbikeman
Peter "frugi"

Neben guter Harmonie und Teamgeist möchte ich das nahezu "blinde Verstehen" untereinander hervorheben, die helfende Hand für schwächelde Mitglieder war ohne Aufforderung da, keine langwierige Streckendiskussion, meist reichte ein Stichwort und die Strecke war fixiert, man merkt halt unsere 16-jährige Erfahrung bei gemeinsamen Touren in diesem Gebiet.

Auch das Ciao Pais (Sauze de Oulx) begrüßte uns herzlich, das Frühstück im Freien haben wir eingeführt, das Abendessen war gut und reichlich, die Zimmeraufteilung ergab sich ohne Diskussion, unsere mitgebrachten diversen Bierchen haben wir beim Moppettservice vor dem Haus abgezischt und die abendliche Liegestuhlsession (Sonnenuntergang hinter dem Chabo ) hat sich als Standardeinrichtung manifestiert.

In den 7 Fahrtagen habe ich mit meiner  520er KTM 730km abgefahren, außer 2x Kettespannen habe ich nix gemacht, 

Einige Dinge haben sich im Vergleich zu den letzten Jahren nicht geändert.
(siehe nebenstehend die morgendliche Bastelstunde von Stefan ab 7.00 Uhr)

 

 

 

und Jochen,
der noch immer nicht gemerkt hat, daß eine 400er keine 600er ist und ein hochgezüchteter 400er Motor im Hochgebirge wie ein schlecht trainierter Sprinter nach einem 400m-Lauf nach Luft jammert und nach anderer Bedüsung schreit. So war denn auch Jochens Sandardspruch:
"Wart mal, ich muß kurz umbedüsen"
siehe nebenstehend "Jochen und die Düse"


Nachfolgend möchte ich einige Highlights vorstellen:


Colomion  

   Mulatieri        

                             

          

 

Mulatieri R ichtung (2.550m)  Colle d`Echelle


Über Campo Schmitt, die Off-Road-Bergrennstrecke hoch, über Colomion

 

 

 

zur Festung Mulatieri ließ sich schön und flüssig fahren, eine abgerutschte Stelle im oberen Drittel wird von Jahr zu Jahr ausgewaschener.

Im Vorfeld hat Mudman in einem Buch entdeckt, das die Festung Mulatieri im Krieg über eine Materialseilbahn versorgt wurde. Wir entdeckten die Reste auf dem kleinen Hügel auf dem Pass Richtung Bardonecchia. Die Seilbahn hatte nur eine Stütze, die Talstation lag in Le Puy und die große Umlenkrolle auf dem Berg war in einem Raum, der in den Fels gemeißelt war, untergebracht und so unsichtbar für den Feind.
Beachtlich für den 1. Weltkrieg.

 

 

 

 

Am Einstieg zum Abstieg mußten wir noch Schneefelder umfahren, außerdem ist der Weg nach unten wieder schlechter geworden. z.T. ist der Wanderweg weggespült



und im Bereich des Waldes mußten wir mehrere umgefallenen Bäume überwinden.


  


Die Asietta    ist auch nach Jahren landschaftlich ein Genuß, fahrerisch sind die 46 km Sestriere - Colle de Finestre leicht einzustufen.
 


 

 

Im ehemaligen Skigebiet von Beaulard   (rund um das Rifugio Rey) sieht es seit Jahren unverändert aus, die ausgefahrenen Strecken (1.200 Höhenmeter) bis zum "Bierhügel" rauf, unterhalb der Felswand, sind nach wie vor ein Genuß, die motorradbreiten Wege durch den Wald um die Bäume lassen das Enduro-Sport-
Fahrerherz höher schlagen, allerdings finden nur Eingeweihte den Einstieg.

  

  1. Bachquerung

2. Bachquerung 

          

 


Am Colle   de   Rho  (2.600m)   haben wir dieses Jahr die beste Mannschaftsleistung erbracht. Alle 8 Mann haben wir rauf gekriegt, für das Jahr 2001 nehmen wir für uns in Anspruch definitiv die Erstbefahrung am 26.6.2001durchgeführt zu haben.

 

 

 

 

Zwischen 1. und 2. Bachquerung ging es für einige nur mit Schiebehilfe weiter.

 

 

 

 

 

 


Oberhalb der 2. Bachquerung folgen noch 2 steile Anstiege, die nicht "ohne" sind.

 



Am Gipfelkreuz entschädigt die Aussicht nach Frankreich für die Mühen, die Grenzlinie verläuft genau über den Kamm, das  Gipfelkreuz ist von der einen Seite in französisch und von anderen Seite in italienisch beschriftet ist.
Die Gruppe teilte sich, 2 Mann fuhren die französische Seite runter und über den Colle de Mont Cenis zurück nach Susa, die anderen 6 Mann fuhren die italienische Seite wieder herunter.

Und dann stand da plötzlich 
Madelaine !

Sie war von der franz. Seite in 4 Std. hochgelatscht und wollte die ital. Seite wieder runterlatschen, um dann im Zug wieder zurück nach Frankreich zu kommen.
Da sie ebenso erstaunt war Motorradfahrer am Gipfelkreuz zu sehen, wie wir erwarteten eine Wanderin in dieser Abgeschiedenheit zu treffen, ergaben sich herzliche Gespräche und wir ließen sie an unserem Wasser, Brot, Käse und Schinken teilhaben.

 

 


Recht anspruchsvoll war dieses Jahr auch unserer "Goldener Weg", gefahren
von Fenils aus nach Chateau

Das Foto zeigt TheWalking-2m beim Wasserfassen in Fenils am Ausgangspunkt. Da für die Befahrung seit 3 Jahren ein gesperrter Weg befahren werden muß (ca. 4 km) möchte ich den Einstieg nicht weiter beschreiben.

 

 

Der Weg führt unterhalb des Chaberton nach Osten, überquert 2 Bergkämme und führt bei Chateau ins Tal Susa - Bardonecchia.

 

 

 

 

 

 


 


Den Jafferau haben wir natürlich auch gefahren,

 

 

 

 

 

 

 

aber nicht bis zum Gipfel, ab ca. 2.600m versperrten uns Schneefelder den Weg.

 

 

 

 

Der Weg durch den Wald nach Beaulard war aber wieder ein Genuß !




 

 

 

 


Nun, wir sind auch den Sommellier (max. 3150m) hochgedüst, ich muß allerdings anmerken, daß der Schotterweg oberhalb des Wasserfalls bis zum Gipfel seit 2 Jahren  nicht mehr instandgesetzt wird und dem Verfall preisgegeben ist. Nun wird es nur noch eine Frage der Zeit sein bis der Sommellier nicht mehr zu gefahren sein wird.

 

Schon dieses Jahr haben Lawienenabgänge und Erosion den Weg an einigen Stellen bis auf eine Länge von 50m weggerissen.

 

 

 

Hier war wegen dem Schnee dieses Jahr Schluß, max erreichbare Höhe 2.660m.

 


 

 


Ein schneller, aber lohnenswerter Abstecher ist die Festung Tre Crocci (2.400 m), oberhalb von Bardonneccia.
Der 15km lange Weg ist zwar nur eine Sackgasse, muß also wieder zurück gefahren werden,die Aussicht ist aber sehr gut.


Die Festung ist fast vollständig unter der Erde, nur einige Geschützöffnungen sind in der Felswand zu sehen. Große unterirdische Räume sind in den Fels gehauen worden, die Eingänge sind aber zugemauert

 


Ebenso nett zum Abrollen ist das
Tal am Colle de Echelle Richtung Mont Tabor.
Der breite Schotterweg endet an einem Rifugio am Beginn des Naturschutzgebietes. Wegen dem starken Ausflugsverkehr (Wanderer, die ins Naturschutzgebiet wollen) bietet der Fahrweg nur bedingt Fahrfreude, jedoch die Aussicht auf Felswände und Mont Tabor sind toll und lohnen die Fahrt.



Von Cesana nach Mont Genevre sollte man die Schotterwege über Sagnalonga
wählen. Zahlreiche Einstiege rund um Cesana laden zum Befahren ein. Neu ist der Weg zu einer Bergstation eines neuen Sesselliftes der oberhalb des Sette Colori Sees endet. Zum Sette Colori See kann man nicht mehr runterfahren, da man an der grünen Grenze zu Frankreich auf ein massives Durchfahrtverbotsschild (mitten in der Wildnis) stößt.


Chaberton:
Ist nicht mehr zu befahren, die Strecke ist gesperrt, das Verbot wird von der Polizei überwacht, Strafen von ca. 200,- bis 1.000,- DM drohen.
3 von uns sind trotzdem auf den Chaberton
gekommen !
Nämlich zu Fuß !
Man kann von Fenils aus den ehemaligen Fahrweg oder den Wanderweg von Mont Genevre aus benutzen. Diese Jahr lag Ende Juni soviel Schnee, daß ab dem Sattel mit Steigeisen gelaufen werden mußte und auf dem Gipfelplateau noch ca. 3m Schnee lag. Die Schneeverwehungen auf dem Plateau reichten bis auf die Geschütztürme, die man so direkt über die Schneeverwehung begehen konnte.

 

 

 

 

Achtung:
Da wir unsere Touren Ende Juni fahren, sind wir
noch in der Nebensaison. In der Hauptsaison ist
das Gebiet überlaufen, häufige Polizeikontrollen 
sind an der Tagesordnung.
Die Asietta-Kammstraße ist zu jeder Jahreszeit stark
überwacht, man darf sich nicht hinreißen lassen 
"Short-cuts" zwischen den Kurven zu fahren oder
neben dem Schotterweg über die Wiese zu brettern. 

 

Das waren einige interessante Punkte die wir dieses Jahr angefahren haben. Nicht aufgelistet sind die zahlreichen "Schortcuts" die verschiedene Punkte über Enduropfade verbinden, die aber unter 15km lang sind.

Zur groben Orientierung noch folgende Streckentipps:

Susa und Bardonnecchia kann man auf beiden Talseiten Off-Road verbinden, kurz vor Bardonecchia gibt es eine MC-Strecke (am Wo.-ende zu befahren).

Am Sommellier ins Valle de Freda mal einen Abstecher machen.

Valle de Argenterra bei Cesana nicht vergessen.

Von Fenils kann man auf der Chaberton gegenüberliegenden Talseite über Sansicario bis nach Sestriere fahren.

Rund um den Colle de Mont Cenis sollte man zum Colle de Petit Mont Cenis hochfahren und gute bis sehr gute Enduro-Sport-Fahrer können über den Colle de Clapiere wieder zurück nach Susa fahren, schwer !

Ebenso kann man am Jafferau (ca. 4 km nach dem Tunnel, von oben kommend, nach Susa direkt runter fahren (schwer !)

Wir hatten Spaß !!!!!

Mr. 40-Stroke